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Kärntner Jägerschaft macht 2014 zum „Jahr des Auerwildes“

11.02.2014
Jagdreferent LR Ragger: Auerwild und „bleifreie“ Büchsenmunition sind Schwerpunktthemen
In einer Pressekonferenz auf Schloss Mageregg in Klagenfurt stellte heute, Dienstag, Jagdreferent Landesrat Christian Ragger gemeinsam mit Landesjägermeister Ferdinand Gorton die Schwerpunkte der Kärntner Jägerschaft für das Jahr 2014 vor, das zum „Jahr des Auerwildes“ ausgerufen wurde. Andere wichtige Themen sind die Wildstandsregulierung in der Kulturlandschaft, die Lebensraumverbesserung für das Wild, der Forst- und Jagd-Dialog, das Straßenfallwild oder die Problematik mit freilaufenden Hunden.

„Ziel ist es, die Lebensräume des scheuen Waldvogels zu sichern und zu verbessern. Gemeinsam mit den Jagdausübungsberechtigten, Forstwirten und Wildbiologen sollen in möglichst vielen Kärntner Revieren biotopverbessernde Maßnahmen geplant und umgesetzt werden“, betonte Ragger. „Den Jagdausübungsberechtigen bzw. auch den Grundeigentümern wird im Rahmen von Projekten für den Mehraufwand bei der Biotopgestaltung wie Einzelstammentnahmen, Frattenlegen des Astmaterials, Entfernung des Unterwuchses oder Anlage von Flugschneisen eine finanzielle Unterstützung durch die Kärntner Jägerschaft in Aussicht gestellt“, informierte Gorton. Das Land Kärnten unterstützt dieses Projekt mit 30.000 Euro. Außerdem soll 2014, als Begleitmaßnahme zur Schwerpunktlegung auf die Lebensraumförderung, auf die Bejagung des Auerhahns verzichtet werden.

Wie Nationalparkdirektor Peter Rupitsch ankündigte wird am 23. Mai 2014 in Kooperation mit dem Nationalpark Hohe Tauern in Mallnitz ein Seminar zum Thema „Auerwild – Wild mit besonderen Ansprüchen“ abgehalten. Im Rahmen dieser Veranstaltung sollen die Ansprüche dieser Wildart nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen vermittelt werden. Die Teilnehmer können sich dabei aber auch vor Ort ein Bild von Projektumsetzungen machen und praktische Tipps von Experten einholen.

Die Kärntner Jägerschaft wird – dem Auftrag der Delegierten des Landesjägertages entsprechend – für ihre Mitglieder laufend über den Diskussions- und Forschungsstand zum Thema „bleifrei“ informieren. Alle Landesjagdverbände – so auch die Kärntner Jägerschaft – bekennen sich einstimmig zur „bleifreien Zukunft“ und zum mittelfristigen Umstieg bei den Büchsengeschoßen. Man habe auch die Industrie aufgefordert, entsprechende Lösungen anzubieten, damit mit allen Kalibern eine wirksame, weidgerechte und bleifreie Büchsenjagd ausgeübt werden kann. Die Kärntner Jägerschaft bereitet sich jedenfalls aktiv auf den Umstieg auf bleifreie Geschosse vor.

Als Pilotprojekt wird gemeinsam mit dem Nationalpark Hohe Tauern für die Jägerinnen und Jäger in den Hegeringen der sieben Kärntner Nationalparkgemeinden der Ankauf bleifreier Büchsenmunition mit einem Betrag in der Höhe von 40 Euro unterstützt. Die Aktion läuft über die Büchsenmacher Ebenberger und Haus der Jäger in Spittal an der Drau sowie Sepp Moser, Geschäftsstelle Fanzoj in Gmünd und kann von jeder Jägerin und jedem Jäger aus den Hegeringen Heiligenblut, Großkirchheim, Mörtschach und Winklern, Obervellach, Mallnitz, Malta und Dornbach in Anspruch genommen werden.


Rückfragehinweis: Büro LR Ragger
Redaktion: Reiter/Böhm