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Wirtschaftsregion Lavanttal setzt auf Zukunftsinitiativen

26.02.2014
LH Kaiser bei Präsentation der „Smart Region Lavanttal“ - Regionale Business-Coach haben Zukunft
Die Regionalmanagement Lavanttal GmbH (RML) lud Dienstag am Abend nach Wolfsberg zur Präsentation der „Smart Region Lavanttal“. Die regionale Wirtschaftsveranstaltung mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft gliederte sich in eine Präsentation der „Smart Region Lavanttal“, des „Riverside Park Lavanttal“ und des „Regional Business-Coach“, einen Impulsvortrag und in eine Diskussionsrunde. Der zweistündigen Veranstaltung wohnte auch Landeshauptmann Peter Kaiser bei.

„Zukunftsinitiativen wie hier im Lavanttal bringen Kärnten voran. Es gibt im Lavanttal viele Potentiale gegen das „Triple A“ (Arbeitslosigkeit, Armut und Abwanderung) und für das „Triple I“ (Investition, Innovation und Internationalität). Sie gilt es zu bündeln und sie decken sich auch durchaus mit den strategischen und wirtschaftlichen Leitlinien des Landes “, stellte der Landeshauptmannes fest. Durch das solide Zusammenwirken der Betriebe über die Gemeindegrenzen hinaus gebe es im Tal zudem eine Kultur des Miteinanders mit der man Zukunft schaffen könne.

Kaiser berichtete auch über die Installierung des Pilotprojektes „Kärnten Cockpit“, das in der gestrigen Regierungssitzung mit den Sozialpartnern vereinbart wurde. Mit ihm sollen künftig alle Maßnahmen der Kärntner Landesregierung gegen Arbeitslosigkeit, Armut und Abwanderung begleitet und evaluiert werden. Durchaus anfreunden kann sich Kaiser mit dem Gedanken, dass es nicht nur im Lavanttal einen „Regionalen Business Coach“ für die Wirtschaftsbetriebe gibt, sondern auch in anderen Bezirken. „Ich sehe ihn keinesfalls als Personalsubvention, sondern ebenfalls als ein Pilotprojekt zur Harmonisierung der wirtschaftlichen Strategien im Tal bzw. in den Bezirken“, so Kaiser.

RML-Aufsichtsratsvorsitzender Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz hob die gute wirtschaftliche Positionierung des Lavanttales hervor. „Wir sitzen alle in einem Boot und haben das Heft selber in die Hand genommen. Das Tal hat sich dank der offenen und weitblickenden Behörden und der hervorragenden Bildungseinrichtungen zu einem Zentralraum zwischen Graz und Klagenfurt entwickelt, der mit Villach gleichzustellen ist“, lautet seine Kurzanalyse. Das Gemeindeoberhaupt verhehlt jedoch nicht, dass es im Bezirk Wolfsberg bis zum Jahr 2030 um 3.400 Personen weniger geben werde.

Die „Smart Region Lavanttal“ präsentierte Regionalentwickler Christian Haberfellner. Er berichtete, dass bei der Arbeitsumsetzung in den letzten zwei Jahren nicht nur die Bürgermeister und Experten eingebunden waren, sondern auch Bürger und die Neuen Medien. Über die Umsetzung des „Riverside Park Lavanttal“ und die Installierung eines „Regionalen Business Coach“ referierten Wolfgang Sattler (KAI Knowledge Academy) und Peter Angermann (Stadtgemeinde Wolfsberg). Den Impulsvortrag über „Technopole - Innovative Wege in der Technologie in Niederösterreich“ hielt OMV-Innovationsmanager Walter Böhme.

Durchaus angeregt verlief die Diskussionsrunde. IV-Kärnten Chef Christoph Kulterer betonte, dass Kärnten für die Beschäftigung regionale Initiativen wie im Lavanttal brauche. Franz Kreuzer (Kresta Industries) appellierte, dass die Gestaltung der wirtschaftlichen Zukunft des Tales über Bildung, Innovation und unter Einbindung der Menschen zu erfolgen habe. HTL Wolfsberg-Direktor Johann Persoglia hob die Kooperationen seiner Schule mit der Lavanttaler Wirtschaft hervor. Derzeit habe man Kontakte mit 33 Betrieben, darunter Kresta und Mahle.

An der Veranstaltung nahmen auch Wolfsbergs Bezirkshauptmann Georg Fejan, die Landtagsabgeordneten Hannes Primus und Harald Trettenbrein und die drei Lavanttal Bürgermeister Hermann Primus (St. Paul), Karl Markut (St. Georgen) und Günther Vallant (Frantschach) teil.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LH Kaiser