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Arbeitstreffen zu Klagenfurter Hochwassersituation in Landesregierung

04.03.2014
LR Holub: Bessere Zusammenarbeit zwischen Land und Stadt soll auf Basis einer besseren Datenlage sichergestellt werden
Zu einem Arbeitstreffen zur momentanen Hochwassersituation in Klagenfurt lud gestern, Montag, Umweltreferent LR Rolf Holub politische Vertreterinnen und Vertreter aus der Landeshauptstadt sowie Fachbeamte in die Landesregierung ein. „Die aktuelle Situation zeigt deutlich, wie groß der Handlungsbedarf im Bereich des Hochwasserschutzes für Klagenfurt ist. Daher habe ich dieses Gipfelgespräch initiiert, um ein gemeinsames Vorgehen zwischen Stadt und Land in dieser wichtigen Sache zu ermöglichen und zu koordinieren. Es soll in Zukunft eine deutlich bessere Zusammenarbeit zwischen Land und Stadt geben“, erklärte Holub.

Die Stadträtinnen und Stadträte Andrea Wulz, Wolfgang Germ, Peter Steinkellner und Klagenfurts Vizebürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz folgten der Einladung Holubs. Gerade die besondere Bodenbeschaffenheit in Teilen der Landeshauptstadt mache ein gesamtheitliches und vorausschauendes Handeln unumgänglich. „Nicht zuletzt wegen des fortschreitenden Klimawandels wird sich Kärnten in Zukunft verstärkt der Herausforderung von Starkniederschlägen und ihren Folgen stellen müssen. Daher appelliere ich an alle Klagenfurter Verantwortungsträger im Sinne eines vernünftigen Stadtentwicklungskonzepts, dass wir uns gemeinsam dieser Herausforderung stellen und unter Einbeziehung der Fachexperten von Stadt und Land ein Lösungspaket erarbeiten“, sagte Holub.

Das Land stelle die in einem kürzlich erfolgten Überflug über das betroffene Gebiet erstellten Daten selbstverständlich der Stadt zur Verfügung. Damit könne kurzfristig bereits eine erste Beratung und Schulung der betroffenen Bewohner erfolgen, wie mit einfachen Maßnahmen mehr Schutz vor überfluteten Kellern erreicht werden kann. Von Seiten der Fachabteilung des Landes gebe es jedenfalls eine Reihe von Vorschlägen, mit welchen Maßnahmen Klagenfurt mittelfristig besser vor dramatischen Hochwassersituationen geschützt werden könne. Die Erstellung eines Grundwassermodells für das gesamte Stadtgebiet, eine Detailmessung des Entwässerungskanals („Russen-Kanal“) sowie eine Bestandsaufnahme der lokalen Drainagen und Versickerungen sind Teil der Empfehlungen.

Zudem werde im Rahmen der Planung für die Teileintiefung der Sattnitz geprüft, ob ein zweiter Kanal neben dem „Russen-Kanal“ für eine Entlastung in Hoch- und angespannten Grundwassersituationen sorgen könnte. Ebenso sollte die zusätzliche Installation von Grundwassersonden zur Überwachung der Grundwasserstände vorangetrieben und eine permanente Abstimmung zwischen Bebauungsplanung und Managementplänen des Naturschutzes sichergestellt werden.


Rückfragehinweis: Büro LR Holub
Redaktion: Rauber/Böhm