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Eisenkappel- Vellach mit "Kärnten Energy Globe Award" ausgezeichnet

12.03.2014
Energiereferent LR Rolf Holub überreichte Urkunden - Siegerprojekt: Elektroauto-Carsharing - 15 Projekte eingereicht
Innovative Kärntner Projekte im Bereich Umwelt, Energie, Nachhaltigkeit, Erneuerbare Energie und Klimaschutz wurden gestern, Dienstag, von Energiereferent LR Rolf Holub im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung ausgezeichnet. Im Rahmen des „Kärnten Energy Globe Award 2014“ wurden 15 Projekte eingereicht. Der Sieg ging an die Marktgemeinde Eisenkappel-Vellach für ihr Projekt „Elektroauto - Carsharing mit Bevölkerungsbeteiligung“.

„Kärnten hat viele kluge und kreative Köpfe, die sich Gedanken über die Energiezukunft des Landes ohne fossile Brennstoffe machen. Jeder einzelne von Ihnen kann mit seinen innovativen Ideen etwas bewirken und verändern“, gratulierte Holub den Projekteinreichern für ihr Umweltengagement. Kriterien des begehrten Umweltpreises, er wird vom Land gemeinsam mit der Energy Globe Foundation verliehen, sind unter anderem Innovation, Kosten oder Umwelteinwirkung.

Holub verwies auch auf den Energie Masterplan Kärnten und stellte einen Konnex zum „Energy Globe Award“ her. Die Preisverleihung sei für den Energiemasterplan die richtige Message. „Es geht um innovative Projekte und kreative Menschen, die die Zeichen der Zeit erkannt haben und umweltbewusste Lösungen für die Herausforderungen in den Bereichen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Ressourcenschonung anbieten. Innovative Ideen vonseiten der Bevölkerung beim Energiemasterplan und beim Energy Globe Award, passen gut zusammen“, so Holub.

Bereits bei der Sichtung der eingereichten Projekte konnten sich er und speziell die vierköpfige Jury (Leiter: Erich Mühlbacher, Abt 8, Energiewirtschaft, Amt der Kärntner Landesregierung, GF Gerhard Moritz, energie: bewußt Kärnten, GF Armin Themeßl, Arge Erneuerbare Energie, Robert Unglaub, Forum Alpenkonvention) vom großen Einfallsreichtum der Bewerberinnen und Bewerber überzeugen. „Dies deckt sich auch mit den tollen Inputs, die wir auf unserer Energie-Masterplan-Gemeindetour von der Bevölkerung bekommen“, betonte Holub.

Juryvorsitzender Mühlbacher erläuterte das Auswahlverfahren und die Kriterien für die Prämierung der Projekte. „Die Köpfe haben geraucht und letztendlich haben wir zwei dritte, zwei zweite Plätze und das Siegerprojekt ausgewählt.“

Über den Sieg durfte sich die Marktgemeinde Eisenkappel–Vellach/Železna Kapla-Bela für das Projekt „Elektroauto –Carsharing mit Bevökerungsbeteiligung“ freuen. Es wurde von Ferdinand Bevc eingereicht. Mit der Anschaffung eines Elektrofahrzeuges, das von den Gemeindebürgern gegen einen Kostenbeitrag genutzt werden kann, will die Gemeinde einen Beitrag zur Energiereduktion und Umweltschonung leisten. Jährlich sollen damit CO2 Emissionen von rund 1,7 Tonnen eingespart werden.

Das Kärntner Siegerprojekt hat durchaus Chancen, am nationalen „Energy Globe Award“ zu reüssieren“, zeigte sich Holub bei der Urkundenübergabe optimistisch. Alle nationalen Sieger sind für die internationalen „Energy Globe Awards“ teilnahmeberechtigt. Diese werden jedes Jahr in den fünf Kategorien Erde, Feuer, Wasser, Luft und Jugend vergeben und sind je Kategorie mit 10.000 Euro dotiert.

Rang zwei ging an das Schulprojekt der VS Schiefling „Minieisblockwette“ (Einreicher: Jan Lücke) und das Projekt Onlineplattform „Biomasse Lavanttal“ (Einreicher: Energiezukunft-Lavanttal-Obmann Günther Rampitsch). Mit dem Bau eines gut gedämmten Minieisblockes in der Volksschule sollte die Frage beantwortet werden „Wie viel Eis bleibt nach drei Tagen übrig?“ Damit entstand ein Wettbewerb zwischen den Klassen der Schule. Wer kann den Minieisblock am besten verpacken? Damit lernten die Kinder die Vorteile einer guten Dämmung auf einfache und selbstgebastelte Art und Weise kennen. Mit geringem Aufwand kann diese Idee in vielen Kärntner Schulen nachgeahmt werden. Mit der „Biomasse- Lavanttal“-Onlineplattform sollen mittlere und kleinere land- und forstwirtschaftliche Betriebe im Lavanttal die Möglichkeit erhalten ihre Biomasseprodukte zu präsentieren und Kunden sollen auf einfachen Weg das Produkt erwerben können. Das Projekt wird von Schülern der landwirtschaftlichen Fachschule St. Andrä im Zuge einer Facharbeit realisiert.

Über Platz drei durften sich die Projekte „Realisierung von Energieeffizienzmaßnahmen am Standort Klagenfurt“ (Katharina Eder) bzw. „Reflecta IntelSens“ (Melinda Loibnegger) freuen. Bei ersterem konnten bei einer veralterten Textilwaschstraße durch effiziente Maßnahmen der Wasserverbrauch und der Verbrauch der thermischen Energie gesenkt werden. Bei „Reflecta IntelSens“ handelt es sich um ein Industriebeleuchtungssystem, welches flexibel und intelligent über ein Funknetz gesteuert wird. Energie-, Kosten- und Wartungsaufwand soll so reduziert und optimiert werden.


Rückfragehinweis: Büro LR Holub
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LR Holub/Konitsch