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Baugipfel: Viele neue Impulse für nachhaltiges Bauen

12.03.2014
LHStv.in Schaunig betont konstruktive Kooperation zwischen Sozialpartner, Bauvertretern und Land – Neue Schwerpunkte bei Sanierung, Revitalisierung und Holzbau sowie Förderrichtlinien
Die Bauwirtschaft und damit die Beschäftigung sollen verstärkt werden. Wohnbau- und Finanzreferentin LHStv.in Gaby Schaunig und die Vertreter der Bauwirtschaft von Arbeitgeber und Arbeitnehmerseite zeigten sich zuversichtlich für die weitere Entwicklung. Schaunig sowie die ARGE Bauwirtschaft mit Obmann Stefan Hasse und ÖGB-Landessekretär Georg Steiner an der Spitze hatten zum „Baugipfel“ geladen, um gemeinsam neue Impulse sowie Verbesserung für das Bauen zu erörtern.

Schaunig, Hasse und Steiner lobten den Schulterschluss zwischen Sozialpartnern und Land. Durch diese Gemeinsamkeit habe es bereits viele Verbesserungen gegeben, so Schaunig, die allen für ihre Bereitschaft zur Mitarbeit dankte. Besonders erfreulich sei die Tatsache, dass es im Bau nahezu gleichviel Beschäftigte gebe wie im Vorjahr. Dies bedeute, dass die gesetzten Maßnahmen bereits wirken, freute sich Schaunig.

Sie kündigte resümierende wesentliche Punkte für Bauwirtschaft und Politik an. So werde es eine Überprüfung der Förderrichtlinien geben, etwa auch im Hinblick auf altersgerechtes Wohnen. Der Holzbau solle bei öffentlichen Einrichtungen verstärkt zum Tragen kommen, etwa bei Schulen oder in Kindergärten. Bei der künftigen Ganztagesbetreuung an Schulen sei auch die Bauqualität sehr wichtig, so Schaunig. Der Regionalfonds orientiere sich künftig verstärkt an der Sanierung und Revitalisierung von Ortszentren und der Ortsbildpflege. Auch die Wohnbauförderung werde evaluiert. Zudem wolle man künftig zum Bestbieterprinzip in öffentlichen Ausschreibungen kommen, wobei auch ökologische und soziale Aspekte Berücksichtigung finden sollen. Bauen werde dadurch wohl etwas teurer, jedenfalls aber nachhaltiger, erklärte die Wohnbaureferentin.

Die einzelnen Vertreter der Bauwirtschaft, vom Gewerbe bis zur Industrie, betonten die Wichtigkeit von Sanierungen und Energieeffizienz bzw. Energiesparen. Auch auf Barrierefreiheit und damit altersgerechtes Bauen sei nfolge der demografischen Entwicklung verstärkt zu achten. Maßnahmen wie Dämmung oder neue Energiesysteme sollten daher entsprechend unterstützt werden. Als wichtiges Kriterium müsse dabei auch immer gelten, die regionale Wertschöpfung zu erhöhen und Arbeitsplätze vor Ort zu sichern bzw. zu schaffen.

Hasse sagte, dass wer baue, an die Zukunft glaube. In Kärnten gebe es 5.000 Betriebe mit 37.000 Mitarbeitern in den Bereichen des Bauens. Bau-Gewerkschafter Georg Steiner sagte, dass man eine Informationsoffensive starten werde, um auf alle Fördergelder auf Landes- und Bundesebene aufmerksam zu machen. Auch sei eine Qualifizierungsoffensive wichtig, denn die Anforderungen an die Baufacharbeiter würden sich ändern und größer werden. Die Gemeinsamkeit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sei sehr wichtig und sie sei im Baubereich auch bisher schon gelebt worden.

Insgesamt habe Kärnten für 2014 317 Mio. Euro an investivem Budget zur Verfügung, erwähnte Schaunig. Sie kündigte einen weiteren Baugipfel mit den Sozialpartnern und den Vertretern der Bauwirtschaft für den Herbst an.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Karl Brunner