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Kärntner Tourismustag: Digitale Herausforderungen annehmen

18.03.2014
LH Kaiser bei Tag der Kärntner Tourismuswirtschaft – Digitalisierung der Kommunikation nimmt weiter zu - Barrierefreiheit forcieren
Die fortschreitende Digitalisierung der Kommunikation, Mobilität und die damit verbundenen Herausforderungen für die Tourismusunternehmer standen heute, Dienstag, im Mittelpunkt des Tages der Kärntner Tourismuswirtschaft 2014 im Rahmen der GAST in Klagenfurt. Andreas Reiter vom ZTB Zukunftsbüro skizzierte als Gastredner Zukunftsszenarien und Erfolgsstrategien.

Herzlich begrüßt wurde Landeshauptmann Peter Kaiser von Tourismus-Spartenobmann Helmut Hinterleitner und dem Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten, Franz Pacher. Der Landeshauptmann wies auf die Normalität der Digitalisierung hin, mit der schon jeder lebe. Er wies auf eine Erhebung der Fachhochschule Kärnten hin, wonach bereits 98,7 Prozent der Tourismusbetriebe eine eigene Website haben. Bei 83,7 Prozent gebe es Anfrage- und Buchungsmöglichkeiten. Die Präsenz auf den Online-Buchungsplattformen sei groß, unter anderem würden 77,7 Prozent booking.com und 66,9 Prozent kaernten.at nutzen. Heute sei die einstige Georg Orwell´sche Vision „Big brother is watching you“ in den Hintergrund getreten, denn mehr User, mehr Präsenz würden, zumal im Tourismus, mehr Erfolg bedeuten.

Für den Kärntner Tourismus wünsche er sich, dass für Menschen mit Behinderung eine durchgehende Barrierefreiheit angeboten werde. Diese Menschen würden sehr treue Gäste sein, wenn ihre Bedürfnisse erfüllt würden und sie zufrieden seien. Hier könne noch sehr viel getan werden, so Kaiser. In diesem Zusammenhang wies der Landeshauptmann auch als Präsident von Special Olympics auf die 6. Nationalen Sommerspiele unter dem Motto „Herzschlag 2014“ hin, die vom 12. bis 17. Juni 2014 in Klagenfurt stattfinden werden. Der Tourismus sei nicht nur ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, sondern ein besonderes Aushängeschild des Landes, sagte Kaiser und wünschte allen Touristikerinnen und Touristikern eine positive Zukunft.

Gastreferent Andreas Reiter stellte klar, dass die Kommunikation digital sei, doch die Produkte analog und physisch seien. Genau um diese Verbindung von digitaler Kommunikation und den Produkten bilde die große Herausforderung. Markenbildung und -pflege, Themenführerschaft sowie zunehmend digitale Kommunikation seien enorm wichtig. So sei beispielsweise ein kostenloses WLAN ein digitales Grundbedürfnis geworden. Auch die Vernetzung aller Geräte werde immer mehr zur Realität werden, so Reiter.

Kammerpräsident Pacher dankte allen Ausbildungsbetrieben sowie dem Landeshauptmann für dessen Einbindung der Sozialpartner in alle relevanten Themen. Spartenobmann Hinterleitner verwies auf die steigenden Ansprüche des Gastes, die erforderliche Flexibilität der Tourismusmitarbeiterinnen und –mitarbeiter und den steigenden Kostendruck für die Betriebe. Es brauche daher öffentliche Unterstützung für Qualitätsverbesserungen der Betriebe.

Tourismusunternehmer und Bundesrat Christian Poglitsch sagte, dass Kärnten ein Destinationsmanagement sowie einen E-Coach eingeführt habe. Präsentiert wurde auch der Kurzfilm der Kärnten Werbung „Lust auf Kärnten“, der kürzlich auf der ITB Berlin ausgezeichnet wurde. Durch das Programm führte der Moderator und Unternehmer Andreas Gröbl, der auch einige Tipps für Websites zum Besten gab und zur Abschreckung einige Flops präsentierte.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Karl Brunner
Foto: LPD/Eggenberger