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15 Jahre Frauengesundheitszentrum Kärnten

20.03.2014
LHStv.in Prettner: Maßgeschneiderte, kostenlose Gesundheitsförderung für Kärntner Frauen entwickelt sich stetig weiter
Seit nunmehr 15 Jahren ist das Frauengesundheitszentrum Kärnten (FGZ), mit Standort in Villach, Anlaufstelle Nummer Eins für die Kärntnerinnen betreffend frauengerechte Angebote in der Gesundheitsförderung und Prävention. Anlässlich dieses Jubiläums luden Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner, Villachs Stadträtin Gerda Sandriesser und FGZ-Geschäftsführerin Regina Steinhauser heute, Donnerstag, zu einer Bilanzpressekonferenz.

Für Prettner ist der Bedarf des FGZ eindeutig: „Ob es um Krebserkrankungen, Osteoporose, Essstörungen, Depressionen oder Schilddrüsenerkrankungen geht, die geschlechtsspezifischen Unterschiede diverser Krankheitsbilder sind mehrfach belegt. Daher sind geschlechtsspezifische Gesundheitsmaßnahmen, besonders im Hinblick auf Vorbeugung und Früherkennung unverzichtbar. Mit dem Frauengesundheitszentrum Kärnten haben wir eine Einrichtung in unserem Land geschaffen, um mehr gesundheitliche Chancengerechtigkeit zwischen den Geschlechtern herzustellen, wie es auch die Österreichischen Rahmengesundheitsziele fordern.“

Dass die Kärntner Frauen für die Leistungen des FGZ nicht unbedingt nach Villach anreisen müssen, ermöglicht der mobile Einsatz der engagierten Mitarbeiterinnen. Die Fachfrauen gehen in Gemeinden, Schulen und soziale Einrichtungen im gesamten Bundesland. Im Gepäck immer qualitätsvolle Gesundheitsinformationen und unterstützende Angebote, damit Frauen aktiv und selbstbestimmt zum Erhalt ihrer Gesundheit beitragen können.

„Das Frauengesundheitszentrum Kärnten ist für Frauen und gleichermaßen für deren Angehörige sowie für Fachkräfte aus dem Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesen zu einer unverzichtbaren Anlaufstelle geworden“, stellte Stadträtin Sandriesser fest. Die kostenlosen Beratungen, der in Kärnten einzigartige Lehrmittelverleih und die vielen Angebote für sozial benachteiligte Frauen, wie z. B. Frauen mit geringem Einkommen oder auch für Frauen mit Migrationshintergrund, strich Sandriesser besonders hervor.

Die Zahlen aus 15 Jahren Frauengesundheitsarbeit bestätigen, in welch hohem Ausmaß die Kärntner Bevölkerung die Präventionsangebote und die unterstützenden Leistungen des Frauengesundheitszentrums in Anspruch nimmt. 328.753 Menschen erreichten die Mitarbeiterinnen seit der Eröffnung insgesamt. 1.236 Veranstaltungen wurden durchgeführt, davon über 72 Prozent als aufsuchende Maßnahmen in den Kärntner Gemeinden. Zu den Kernkompetenzen der Einrichtung haben sich Essstörungen und die sexuelle Gesundheit entwickelt. Hier setzen die Mitarbeiterinnen seit Jahren Schwerpunkte und so konnten bereits über 4.000 Mädchen im Alter von 10 bis 18 Jahren an den Präventivworkshops teilnehmen.

„Zunehmend im Fokus ist die Gesundheitsförderung mit Frauen ab der Lebensmitte und für Seniorinnen. Altersgerechte Bewegungsangebote, Informationsmaterialien zur Sturzprophylaxe und Herzerkrankungen oder die kostenlose psychoonkologische Beratung für Frauen, die selbst an Krebs erkrankt sind oder die einen krebskranken Angehörigen betreuen, wurden in den vergangenen Jahren erfolgreich entwickelt“, berichtet Steinhauser. Ihr Gesundheitstipp für Frauen, unabhängig vom Alter lautet: „Nicht still leiden – sondern laut fragen! Frauen und Mädchen haben das Recht auf umfassende, unabhängige Informationen und auf einen respektvollen Umgang“, betonte die FGZ-Geschäftsführerin.


Weiterführende Links: Online-Mädchenplattform
www.fgz-girls.at oder interaktive Wissensspiele auf www.fgz-kaernten.at

Info: Am 21. März lädt das Frauengesundheitszentrum Kärnten ab 18.30 Uhr zu einem Kabarett mit der Gynäkologin, Sexualtherapeutin und Autorin Alexandra Meixner, um 15 Jahre FGZ gebührend zu feiern. Die Veranstaltung findet bei freiem Eintritt im Bambergsaal im Parkhotel Villach statt.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Böhm
Fotohinweis: Büro LHStv.in Prettner