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Regierungssitzung 3: Kärntens erste Pflegeanwältin wurde vorgestellt

25.03.2014
LH Kaiser, LHStv.in Prettner: Neue Pflegeanwaltschaft ist wichtiger Kompass im Sozialsystem - Christine Fercher ging aus Objektivierungsverfahren als Bestgereihte hervor
Nach der Regierungssitzungs-Pressekonferenz wurde heute, Dienstag; im Medienraum des Amtes der Kärntner Landesregierung die erste Pflegeanwältin des Landes, Dr. Christine Fercher, von Personalreferent LH Peter Kaiser und Sozialreferentin LHStv.in Beate Prettner offiziell vorgestellt.

Landeshauptmann Peter Kaiser sprach von einer neuen und spannenden Aufgabe für die erste Pflegeanwältin Kärntens und gab bekannt, dass der Beschluss ihrer Bestellung in der heutigen Regierungssitzung einstimmig gefallen sei. „Dr. Fercher ist eine engagierte Frau und sie wird nun ihr Wissen für eine Personengruppe einbringen, die in aufgrund der Bevölkerungsentwicklung immer größer wird. Wir haben die Pflicht unseren pflegebedürftigen Mitmenschen, unseren Eltern und Großeltern, die beste Pflege und damit ein Leben und Altern in Würde zu gewährleisten“, so der Landeshauptmann. Gemeinsam mit Sozialreferentin LHStv.in Beate Prettner bezeichnete Kaiser die Bestellung der Pflegeanwältin, die Abschaffung des Pflegeregresses und den erleichterten Zugang zu Pflegeheimen für niedrigere Pflegestufen als nächsten sozialpolitischen Meilenstein in Kärnten.

Für Prettner ist die neue Pfleganwaltschaft des Landes, sie gibt es in dieser Form auch erstmalig in Österreich, „ein wichtiger Kompass im Sozialsystem des Landes und eine wichtige Anlaufstelle für die Bevölkerung des Landes“. Fercher verfüge über viel Kompetenz und ein enormes Fachwissen. „Ihr oberstes Ziel im Rahmen ihrer Tätigkeit wird und muss es sein, die hohe Qualität der Versorgung sicherzustellen und stets auch ein offenes Ohr für Anliegen der Bürger aber auch der Pflegemitarbeiter zu haben“, betonte die Sozialreferentin.

Fercher stellte sich mit einem Zitat des brasilianischen Erzbischofes und Befreiungstheologen Dom Hélder Pessoa Câmera vor: „Wenn einer allein träumt, bleibt es ein Traum. Träumen wir alle gemeinsam, wird es Wirklichkeit“. Sie gab bekannt, dass sie sich mit allen Mitteln für die Anliegen alter und betagter Menschen einsetzen werde und ebenso Ansprechpartnerin für das professionelle Pflegepersonal sein werde. „Dem Erhalt der Würde und der Selbstbestimmung gilt meine künftige Arbeit“, so Fercher.

Christine Fercher, sie ging aus insgesamt 20 BewerberInnen als Bestgereihte aus dem Objektivierungsverfahren hervor, wird am 1. Juni 2014 ihr Amt als weisungsfreie Pflegeanwältin antreten. Bestellt wurde sie für die Dauer von fünf Jahren. Geboren wurde sie 1960 in Feldkirchen. Nach dem Schulabschluss absolvierte sie eine Ausbildung zur Diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegefachkraft an der Universitätsklinik in Wien. Es folgten in Klagenfurt ein Pädagogik- und Psychologiestudium mit dem Schwerpunkt Integration und Thanatopsychologie (Lehre von Tod und Sterben). Fercher ist seit 2003 in der Sozialabteilung des Landes Kärnten tätig und leitet als Sachgebietsleiterin die Heimaufsicht. Sie ist zudem Gerichtlich beeidete Sachverständige für extramurale Pflege (Pflege außerhalb des Krankenhauses) und seit 18 Jahre in der Sterbebegleitung tätig.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, LHStv.in Prettner
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotohinweis: LPD/ Eggenberger