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Nationalpark Hohe Tauern hat vielseitiges Programm für 2014

26.03.2014
LR Ragger: Auch zahlreiche Initiativen im abgelaufenen Jahr
Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierten heute, Mittwoch, Nationalparkreferent LR Christian Ragger und Nationalparkdirektor Peter Rupitsch den Tätigkeitsbericht 2013 und stellten die Schwerpunkte für das Jahr 2014 des Nationalparks Hohe Tauern – Kärnten vor. „2013 standen rund drei Millionen Euro zur Umsetzung einer Vielzahl von nationalparkkonformen Projekten und Aktivitäten zur Verfügung. Auch im Jahr 2014 verfügt der Nationalpark Hohe Tauern über ein attraktives und vielseitiges Programm“, betonte Ragger.

Im Bereich des Wildtiermanagements konnte im Vorjahr Bartgeierdame „Glocknerlady“ nach einer erfolgreichen sechsmonatigen Behandlung aufgrund einer schweren Bleivergiftung ein zweites Mal ausgewildert werden. Fortgesetzt wurde auch das Forschungsprojekt „Steinwild in den Hohen Tauern“. Datenauswertungen unter anderem aus Gewichts- und Hornvermessungen sowie dem Wanderverhalten der Tiere sollen Aufschluss über die Entwicklung der Population geben. Hier ist auch eine grenzüberschreitende Kooperation mit dem Nationalpark Gran Paradiso im Piemont geplant. „Die gewonnenen Daten werden auch mit den aktuellen Klima- und Wetterdaten verglichen, um Aussagen über eventuelle Zusammenhänge der äußeren Einflüsse auf die Entwicklung des Steinwildes tätigen zu können“, erklärte Rupitsch.

Auch die Angebote im Bereich der Bildung fanden großen Anklang. Rund 8.300 Schülerinnen und Schüler nahmen an den betreuten Programmen des Nationalparks teil. Auf weitere vier Jahre verlängert wurde die Partnerschaft mit den Volksschulen der Nationalparkgemeinden. Darüber hinaus wurde eine neue Partnerschaft mit der landwirtschaftlichen Fachschule Drauhofen abgeschlossen. Auch in puncto Klimaschutz konnte der Nationalpark Hohe Tauern mit einem erfolgreichen Bildungsprogramm in bereits drei Jahren rund 7.800 Schülerinnen und Schüler begeistern. 2013 wurde die Klimaschule neuerlich ausgezeichnet und erreichte bei der Verleihung des Kärntner Regionalitätspreises den zweiten Platz in der Kategorie „Energie, Umweltschutz, Mobilität“.

Im Rahmen der „Junior Ranger“-Ausbildung erhielten Jugendliche im Alter zwischen 13 und 15 Jahren die Möglichkeiten, in den verantwortungsvollen, interessanten und abwechslungsreichen Beruf des Nationalpark Rangers hinein zu schnuppern. Ziel war es, sich aktiv um den Nachwuchs zu kümmern, ihm auf diesem Weg die einzigartige Welt des Nationalparks Hohe Tauern näherzubringen und das Interesse für die alpine Umwelt zu wecken. Weiteres bot der Nationalpark Hohe Tauern 19 Seminare an, die sich durch ihre vielfältigen und abwechslungsreichen Themen auch an die heimische Bevölkerung richteten und somit zur nachhaltigen Entwicklung der Region beitrugen.

Mitte Juli steht der Nationalpark Hohe Tauern wieder ganz im Zeichen der Artenvielfalt. Angespornt durch die bemerkenswerten Ergebnisse der bisherigen „Nationalpark Tage der Artenvielfalt“ findet diese Schwerpunktinventur heuer im Kärntner Anteil vom 18. bis 20. Juli im Seebachtal in Mallnitz statt. „Seit 2007 konnten mehr als 27.300 Datensätze gesammelt werden“, informierte Rupitsch.

Weitere Schwerpunkte im Jahr 2014 sind das Pilotprojekt „Auerwild“ und die Aktion „bleifreie Munition“ in Kooperation mit der Kärntner Jägerschaft. „Ziel von ‚Auerwild‘ ist es, die Lebensräume des scheuen Waldvogels zu sichern und zu verbessern. Gemeinsam mit den Jagdausübungsberechtigten sollen biotopverbessernde Maßnahmen geplant und umgesetzt werden“, so Ragger. Außerdem soll 2014 als Begleitmaßnahme auf die Bejagung des Auerhahns verzichtet werden. Am 23. Mai wird in Kooperation mit der Kärntner Jägerschaft in Mallnitz ein Seminar zum Thema „Auerwild – Wild mit besonderen Ansprüchen“ abgehalten. Fortgeführt wird auch der Weg in eine bleifreie Zukunft. Der Nationalpark Hohe Tauern geht hier mit gutem Vorbild voran: In allen Kärntner Nationalpark-Revieren wird seit 2009 bei der Durchführung von Regulierungsabschüssen – sofern solche erforderlich sind – bleifreie Munition verwendet.

Im Sommer 2014 werden über 160 Erlebnisführungen, die von Nationalpark Ranger durchgeführt werden, angeboten. Dazu zählen beliebte Programmpunkte wie „360° Nationalpark: Panoramatour Mohar“, „dem Klimawandel auf der Spur: Gletscherweg Pasterze“, „Ruf der Wildnis: Wildnistour mit E-Bike“, „Panoramaweg Arlscharte“, „Wanderung in das Großelendtal“ oder „Naturlehrweg Gamsgrube“. Neu bei den Erlebnisführungen ist die „Steinbockbeobachtung bei Morgenstimmung“.


Rückfragehinweis: Büro LR Ragger; NP Hohe Tauern
Redaktion: Reiter/Böhm
Fotohinweis: Büro LR Ragger