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Online-Karte zeigt Solarpotential für jeden Kärntner Haushalt

01.04.2014
LR Holub: Land Kärnten bietet unter www.kagis.ktn.gv.at neues Service für Solar- und Photovoltaik-Interessierte
Ist mein Dach für solare Nutzung geeignet? Diese Frage beantwortet ein heute, Dienstag, von Energiereferent LR Rolf Holub vorgestelltes Online-Projekt. Per Mausklick haben alle Kärntnerinnen und Kärntner künftig die Möglichkeit, sich über die auf ihr Dach einstrahlende Sonnenenergie zu informieren und können so herausfinden, ob eine eigene Photovoltaik- oder Solaranlage für sie rentabel und sinnvoll ist. Über das Kärntner Geografische Informationssystem „KAGIS“ (www.kagis.ktn.gv.at) kann unter dem Punkt „Solarpotentialkataster“ mittels einer Kärnten-Karte das mögliche Solarpotential jedes Haushalts eingesehen werden.

„Der Abruf der Daten ist für alle Interessierten kostenlos. Die Serviceleistung ist in diesem Umfang einzigartig in Österreich. Studien belegen, dass eine sinnvolle Nutzung von Solarenergie ab einer Jahressumme von 900 kWh/m2 im Jahr möglich ist. Ob dies beim eigenen Haushalt der Fall ist, darüber gibt das neue Projekt jeder Kärntnerin und jedem Kärntner Auskunft. Man kann sich schnell und einfach darüber informieren, wie effektiv die Kraft der Sonne zuhause genutzt werden kann“, erklärte Holub.

Das Projekt ermögliche einen weiteren Schritt hin zu mehr Unabhängigkeit in Sachen Energieversorgung. Dies sei auch ganz im Sinne des Kärntner Energiemasterplans: „Wer online im KAGIS sieht, dass sein Gebäude für Sonnenergie geeignet wäre, dem empfehlen wir mit der Energieberatung Kontakt aufzunehmen und ein gesamtheitliches Energiekonzept für seinen Haushalt zu erarbeiten“, so Holub.

Wer Interesse daran habe, eine Photovoltaik-Anlage zu installieren, sollte sich möglichst früh mit seinem Stromnetzbetreiber in Verbindung setzen, entweder mit der KNG-Kärnten Netz GmbH oder mit der Energie Klagenfurt, empfiehlt Holub. Vom Netzbetreiber bekomme die oder der Interessierte die Information, ob es möglich ist, die geplante Photovoltaik-Leistung am gewünschten Ort in das Stromnetz einzuspeisen.

Umgesetzt wurde das Projekt von der Firma „Laserdata GMBH“, einem Spin-off Unternehmen der Universität Innsbruck. „Laserdata“ ist auf die Verwaltung und Auswertung von 3D-Laserscanning-Daten spezialisiert. „Für uns ist dieses Projekt beispielhaft, wie 3D-Geodaten im Bereich Erneuerbare Energien sinnvoll genutzt werden können. Es ist die derzeit flächenmäßig größte Solarpotenzialerhebung, die wir umgesetzt haben. Durch die kostenfreie Bereitstellung derartiger Daten über ein Internetportal kann eine optimale Bewusstseinsbildung der Bürgerinnen und Bürger im Hinblick auf die Nutzung von Solarenergie erreicht werden“, so Laserdata-Geschäftsführer Frederic Petrini-Monteferri.

Die Berechnung des Kärntner Sonnenenergie-Potenzials wurde als Kooperationsprojekt von Kelag und Land Kärnten entwickelt. Der Solarpotentialkataster ist unter www.kagis.ktn.gv.at abrufbar.


Rückfragehinweis: Büro LR Holub
Redaktion: Rauber/Böhm
Fotohinweis: Büro LR Holub
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Präsentation Solarpotential Kärnten Dauersiedlungsraum

Solarpotential Kärnten Beispielbild KAGIS