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POLITIK

Integrationszentrum für Migranten ab Sommer in Klagenfurt

04.04.2014
LH Kaiser: Wichtiger Schritt in Richtung neuer Integrationspolitik –Welcome Desk als Erstanlaufstelle
In Wien nahm heute, Freitag, Landeshauptmann Peter Kaiser an der Landesintegrationsreferentenkonferenz teil. Besprochen wurden Wege und Möglichkeiten, Integrationsmaßnahmen und -programme zu verbessern. Schon vor der Konferenz, an ihr nahm auch Außen- und Integrationsminister Sebastian Kurz teil, gaben der Minister und Landeshauptmann Kaiser bekannt, dass im Sommer in Klagenfurt ein Integrationszentrum des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF), eröffnet werden wird. Zusätzlich soll es seitens des ÖIF auch eine mobile Integrationsberatung in den Bezirken geben.

"Kärnten lebt eine neue Willkommenskultur. Wir werden mit der Außenstelle des Österreichischen Integrationsfonds eine Anlaufstelle, einen Welcome Desk mit einem umfassenden Beratungsangebot für Neuzuwanderer und ansässige Migranten errichten“, teilte Kaiser mit. Kärnten werde die geeigneten Räumlichkeiten in der Landeshauptstadt an einem geeigneten Standort zur Verfügung stellen.

„Die Migranten, der zweiten und dritten Generation in Kärnten sind noch stärker in die Gesellschaft zu integrieren“, bekräftigte der Landeshauptmann. Er verwies dabei auch auf das Projekt der Bezirkshauptmannschaft Hermagor und der Fachhochschule Kärnten „Migration als Chance für den ländlichen Raum - Integration durch Qualifikation“ sowie das in seinem Auftrag in Ausarbeitung befindliche Kärntner Integrationsleitbild. „Ziele sind die Hebung der Deutsch-Sprachkenntnisse sowie die Integration in die Berufswelt und das gesellschaftliche Leben“, betonte er.

„Im Migrationsbereich steht für mich als Landeshauptmann eine menschliche und korrekte Behandlung im Vordergrund. Integration bedeutet für mich auch gegenseitiger Respekt, Wertschätzung, Lebensqualität und Wohlfühlen. Die Migrantinnen und Migranten brauchen Solidarität“, unterstrich Kaiser. Aktuell leben rund 63.000 Personen mit Migrationshintergrund in Kärnten. Das entspricht 11,3 Prozent der Gesamtbevölkerung. „Integration hat in Kärnten ab jetzt einen besonderen Stellenwert“, betonte Kaiser.

Gezielte Integrationspolitik sei gerade auch aus Kärntner Sicht besonders wichtig: "Kärnten kämpft gegen Geburtenrückgang und Abwanderung und ist schon aus diesen Gründen gut beraten, alles zu tun, um mit einer klugen Integrationspolitik die Zukunftsperspektiven unseres Landes zu verbessern", so Kaiser. Gleichzeitig erneuerte der Kärntner Landeshauptmann sein Angebot an Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zu unterstützen. „Kärnten würde dafür seine Kompetenzen in größerem Ausmaß zur Verfügung stellen“, so Kaiser.

Aus der umfangreichen Agenda der heutigen Konferenz hob Kaiser die Integrations- und Niederlassungsbegleitung für neu zuwandernde Menschen hervor. „In vielen europäischen Ländern gibt es sie bereits. Ziel in Österreich muss es sein für alle Bundesländer gemeinsame Standards zu finden“, betonte er. In Bezug auf die Integration von Asylwerbern sei es wichtig, dass Integrationsmaßnahmen so früh wie möglich zu greifen beginnen. Für das Diversitätsmanagement im öffentlichen Dienst, welches immer mehr an Bedeutung gewinnen werde, müsse die Vorgabe „Mehr Sensibilität für Vielfalt“ lauten.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/ Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LH Kaiser, Alexandra Kromus / PID