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Hangrutschung: Bundesheer im Assistenzeinsatz beim Radlacher Bach in Gemeinde Steinfeld

07.04.2014
LH Kaiser im ständigen Kontakt mit Einsatzleitung – Dank an alle im Einsatz stehenden Kräfte
Beim Radlacher Bach in der Gemeinde Steinfeld, wo mehrere Häuser von einer Hangrutschung bedroht sind, ist das Bundesheer heute, Montag, zum Assistenzeinsatz angerückt. Angefordert hat es der Spittaler Bezirkshauptmann Klaus Brandner. Insgesamt sind 30 Soldaten des Villacher Pionierbataillons 1 unter dem Kommando von Hauptmann Gerald Trampusch vor Ort, um gemeinsam mit der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) Verklausungen zu beseitigen bzw. zu verhindern. Dazu wird das Bachufer von Bäumen und Sträuchern befreit, zudem wird eine Dammschüttung errichtet. Der Assistenzeinsatz soll voraussichtlich bis Ende der Woche dauern. Das teilt Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann Peter Kaiser mit, der sich schon seit dem Beginn der Bedrohung im ständigen Kontakt mit der Einsatzleitung um Bezirkshauptmann Brandner und Steinfelds Bürgermeister Ewald Tschabitscher befindet.

„Durch die Schneeschmelze und mögliche Regenfälle muss man davon ausgehen, dass derzeit keine Beruhigung der Situation am Hang eintreten wird“, erklärt der Landeshauptmann. Die Gefahrenzone stehe unter ständiger Beobachtung, um im Falle des Falles die Anrainer rasch evakuieren zu können. „Ich danke den Profis von Bundesheer und Wildbachverbauung, die gerade durch ihren Einsatz die Gefahr für Menschen, Gebäude und Infrastruktur mindern“, so Kaiser. Gleichzeitig werden laut dem Katastrophenschutzreferenten Untersuchungen durchgeführt, um die entsprechenden Maßnahmen für eine langfristige Absicherung des Bereiches auszuloten. So werde auch ein bereits eingeleitetes Wildbachverbauungsprojekt vorgezogen, das u.a. die Errichtung eines modernen Sperrenbauwerkes mit einem Fassungsvolumen zwischen 35.000 und 40.000 Kubikmeter beinhalte. Die Projektkosten würden ca. 1,5 Mio. Euro betragen, maximal 60 Prozent davon würden vom Bund, 20 Prozent vom Land und weitere 20 Prozent gemeinsam von den betroffenen Gemeinden, den ÖBB und der Landesstraßenverwaltung aufgebracht.

Der Landeshauptmann streicht die hervorragende Zusammenarbeit und die bestens funktionierende Kette der Sicherheit bei der Bekämpfung der Hangrutschung hervor. Er richtet seinen Dank an die Freiwilligen der Feuerwehren für die sorgfältige und durchgehende Beobachtung des Hanges. „Ihr wacht buchstäblich über die Menschen da unten in ihren Häusern“, dankt Kaiser auch als Feuerwehrreferent. Ebenfalls dankt er allen im Einsatz stehenden Kräften, Soldaten, Experten und Behördenvertretern.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: PiB 1/OWm Michael Steinberger