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Regierungssitzung 4 - Land Kärnten bringt neuen Gesamtverkehrsplan auf den Weg

08.04.2014
LR Holub: Nachhaltiges und effizientes Gesamtverkehrssystem soll ausgearbeitet werden – Arbeitsgespräch mit slowenischem Minister Omerzel in Bleiburg/Pliberk
Nach der heutigen Regierungssitzung gab Verkehrsreferent Landesrat Rolf Holub die Ausarbeitung eines neuen Gesamtverkehrsplans für Kärnten bekannt. Die Erstellung des Planes sei in der heutigen Sitzung einstimmig beschlossen worden. Damit soll unter anderem den Herausforderungen im Bereich des Öffentlichen Verkehrs entsprochen werden. Ziel des Gesamtverkehrsplans ist es, bis 2016 die nachhaltige Erreichbarkeit Kärntens sicherzustellen und eine effiziente Verknüpfung der einzelnen Landesteile zu gewährleisten.

„Der neue Gesamtverkehrsplan soll den strategischen Rahmen für die Entwicklung des gesamten Verkehrsbereiches in Kärnten bilden. Das übergeordnete Ziel ist es, ein vernetztes Gesamtverkehrssystem auf den Weg zu bringen. Dadurch soll der Verkehr in Kärnten nachhaltig, umweltfreundlich, sicher und effizient abgewickelt werden können. Besondere Berücksichtigung findet dabei, die zukünftige Mobilität der Kärntnerinnen und Kärntner vor allem leistbar zu gestalten“, erklärt Holub als für die Verkehrsplanung zuständiges Regierungsmitglied.

Der Gesamtverkehrsplan wird in seiner Erstellung insgesamt vier Phasen durchlaufen: Die Erhebung aller relevanten Verkehrsdaten steht dabei an erster Stelle. Die zweite Phase umfasst die Analyse und Auswertung der erhobenen Daten. In der dritten Phase steht die Entwicklung von Strategien und Zielen in der Zusammenarbeit mit externen Expertinnen und Experten im Vordergrund, während die vierte Phase die Fertigstellung des Gesamtverkehrsplans unter Einbindung der Bevölkerung beinhaltet.

„Die Kärntnerinnen und Kärntner werden auch im Rahmen des Gesamtverkehrsplans natürlich die Möglichkeit haben, sich mit Ideen und Vorschlägen einzubringen. Damit setzen wir den Anspruch auf eine möglichst breite Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger – wie beim Energiemasterplan – fort“, so Holub. Die Einbindung von relevanten Stakeholdern in diesem Bereich wie etwa des Gemeindebundes, des Städtebundes, der Wirtschafts-, Arbeiter- und Landwirtschaftskammer und des Vereines Fahrgast sei ebenso vorgesehen.

Die strategische Weiterentwicklung umweltfreundlicher Verkehrssysteme, die Absicherung von ökologischer und sozialer Mobilität, eine verbesserte Abstimmung zwischen den bestehenden Verkehrsnetzen, die Verbesserung der Lebensqualität durch Reduktion von Feinstaub, Lärm und Sicherheitsrisiken sowie die Weiterentwicklung von Strategien für die Verlagerung des Güterverkehrs und die Stärkung der regionalen Wirtschaft sind dabei die vorgegebenen Hauptziele des Gesamtverkehrsplans.

Holub betonte, dass eine überregionale Zusammenarbeit gerade im Verkehrsbereich wesentlich sei und berichtete in diesem Zusammenhang von seinem Arbeitsgespräch mit dem slowenischen Minister für Infrastruktur und Raumplanung, Samo Omerzel, in Bleiburg/Pliberk. Dabei verständigten sich Holub und Omerzel auf eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen dem Land Kärnten und der Republik Slowenien im Verkehrsbereich. Zukünftig solle es gemeinsame Anstrengungen im Regionalverkehr sowie bei internationalen Verkehrswegen geben.


Rückfragehinweis: Büro LR Holub
Redaktion: Fabian Rauber/Brunner