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Ärztlicher Bereitschaftsdienst für ganz Kärnten weiterhin aufrecht

09.04.2014
LHStv.in Prettner zu Bereitschaftsdienst im niedergelassenen Bereich: Laufende Gespräche mit Ärztekammer
Mit Unverständnis und einem gehörigen Maß an Verwunderung reagiert Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner auf die heutigen Behauptungen von Gert Wiegele als Sprecher der niedergelassenen Ärzte. „Entweder läuft innerhalb der Ärztekammer ein gehöriger Grabenkampf, der sich negativ auf das Kommunikationsklima auswirkt, oder Wiegele leidet an spontanem Gedächtnisverlust. Ansonsten müsste er sich sehr wohl daran erinnern bzw. darüber informiert sein, dass er und Vertreter der Ärztekammer es waren, die uns seitens des Landes bei einem persönlichen Gesprächstermin aus heiterem Himmel mit dem Ultimatum überfallen haben, den Bereitschaftsdienst der niedergelassenen Ärzte nicht mehr weiterführen zu wollen“, zeigt Prettner heute, Mittwoch, die Fakten auf.

Bei der Einführung im Jahr 1993 wurde der Bereitschaftsdienst der niedergelassenen Ärzte von der Ärztekammer noch als große Errungenschaft gefeiert. Während das Land Kärnten weiterhin klar zu dieser Regelung steht, möchte die Ärztekammer diese gültigen Verträge jetzt offensichtlich einseitig auflösen. „Ich empfinde es als verheerendes Signal, dass der bisher erste und einzige Beitrag der Ärztekammer im Rahmen der Gesundheitsreform, mit der speziell der niedergelassene Bereich gestärkt werden soll, in einem Zurückfahren an Leistungen besteht“, so Prettner, die ein konstruktives Gesprächsklima zur positiven Weiterentwicklung des Gesundheitsbereiches durch das unkooperative Verhalten der Ärztekammer massiv gefährdet sieht.

Klarzustellen sei auch, dass der ärztliche Bereitschaftsdienst der niedergelassenen Ärzte nach 22:00 Uhr deshalb vor dem Aus stehe, weil Wiegele es als Wunsch seiner Standesgenossen so vorgebracht hatte. „Laut Wiegele wollen die Ärzte diesen Dienst nicht mehr versehen, wobei ich in der Zwischenzeit von einigen Kollegen kontaktiert wurde, die dem von Wiegele eingeschlagenen Weg gar nichts abgewinnen können und den Bereitschaftsdienst auch nach 22:00 Uhr weiterführen wollen“, so Prettner, die massiven Klärungsbedarf zwischen den niedergelassenen Ärzten und deren Sprecher ortet.

Von einem Versorgungsengpass oder fehlender medizinischer Versorgung nach 22:00 Uhr könne dennoch keine Rede sein, beruhigt die Gesundheitsreferentin. „Auf den Notarztdienst hat der von Wiegele vorgebrachte angebliche Wunsch der niedergelassenen Ärzte keinerlei Einfluss. Für medizinische Notfälle stehen also sowohl Ambulanzen als auch Notärzte weiterhin rund um die Uhr für ganz Kärnten zur Verfügung“, stellt Prettner klar.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Böhm