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POLITIK

Schwerwiegende Verdachtsmomente bei Abrechnung von hausärztlichen Bereitschaftsdiensten

18.04.2014
LHStv.in Prettner: Umfassende amtsinterne Überprüfung sämtlicher Abrechnungen eingeleitet
Schockiert zeigt sich Kärntens Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner angesichts der neuen Dimension, die die Diskussion rund um den Bereitschaftsdienst der niedergelassenen Ärzte annimmt. „Wie erst gestern, Donnerstag, bekannt wurde, ist die Ärztekammer in dieser Frage offensichtlich in mehr als nur einem Punkt seit geraumer Zeit vertragsbrüchig. Augenscheinlich wurden dem Land Kärnten Dienste in Rechnung gestellt, die nicht absolviert wurden“, veranlasste Prettner bereits eine umfassende Überprüfung der Abrechnungen der Bereitschaftsdienste durch die Abteilung 5, Kompetenzzentrum Gesundheit. Inwiefern dieser Causa eine zivil- und strafrechtliche Relevanz zuzuordnen ist, ist ebenfalls Gegenstand der bereits laufenden amtsinternen Ermittlungen.

Sollten sich die im Raum stehenden Verdachtsmomente erhärten und eine vorsätzliche Täuschung des Landes Kärnten und somit der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler nachgewiesen werden können, könnte dies noch nicht abschätzbare Folgen haben. „Neben der Aufklärung der Vorwürfe und der Feststellung der tatsächlichen Summe der unrechtmäßigen Abrechnungen ist es mein Hauptanliegen, die ständige Erreichbarkeit eines Arztes für die Bevölkerung sicherzustellen. Ob dies in der bisher vertraglich festgelegten Form weiterhin aufrecht bleibt oder über ein neues Konzept gewährleistet wird, ist Gegenstand bei einem Runden Tisch mit der Ärztekammer am 25. April“, fordert Prettner eine Lösung im Sinne der Patientinnen und Patienten. „Ein praktischer Arzt muss für die Bevölkerung rund um die Uhr erreichbar sein und wenn nötig auch eine Visite durchführen“, gibt Prettner die Zielrichtung vor.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Böhm