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Verstärkte Kooperation zwischen Land – Gemeinden im Straßenbau bringt enorme Vorteile

22.04.2014
LHStv.in Schaunig und LR Köfer: Know-how und Hilfestellung seitens des Landes verstärkt nützen – Synergien bringen Einsparungspotentiale im Interesse der Gemeinden
Die Kooperation zwischen dem Land und den Gemeinden und damit auch zwischen den Kompetenzzentren Straßen und Brücken (Abt. 9.) und Landesentwicklung und Gemeinden (Abt. 3) des Landes soll enger werden. Ziel der Kooperation ist es, die Ressourcen der Straßenbauabteilung besser zu nützen und einen kostengünstigeren Zugang der Gemeinden zu bestimmten Leistungen, Gerätschaften und Materialien zu schaffen.

Finanz- und Gemeindereferentin LHStv.in Gaby Schaunig und Straßenbaureferent LR Gerhard Köfer informierten heute, Dienstag, über die Details der Kooperation. Weitere Gesprächspartner waren Volker Bidmon, Leiter der Abteilung 9, und Reinhold Pobaschnig (in Vertretung von Franz Sturm, Leiter der Abteilung 3) sowie Manfred Prentner (Abteilung 9).

Über Beispiele gelebter Praxis der Zusammenarbeit wurde informiert. Es sei wichtig im Interesse des Landes partnerschaftlich und konstruktiv zusammenzuarbeiten und mögliche Synergien zu nutzen, betonten Schaunig und Köfer unisono. Durch die Nutzung von Synergien spare man Kosten, verwies Schaunig allein auf insgesamt 871 km Gemeindestraßen in Kärnten, die nun neu zur Priorisierung der Baulose kategorisiert werden sollen. Der Sanierungsbedarf sei bekanntlich sehr groß.

Zusammen mit den Verbindungsstraßen sei ein Netz von 7.143 km in den Gemeinden zu erhalten und zu betreuen. Die Gesamtsumme der Ausgaben für diesen Bereich der Instandhaltung seien mit rund 42 Mio. Euro veranschlagt. Diese Summe löse auch große Bauinvestitionen aus, sagte die Gemeindereferentin. Die Senkung der Streusalzkosten durch gemeinsamen Ankauf sei nicht nur kostengünstiger, sondern auch logistisch sinnvoll und der Einsatz könne flexibler gestaltet werden. Köfer ergänzte, dass die Ersparnis bei 132 Gemeinden in die Hunderttausende Euro gehen könnte.

Schaunig und Köfer dankten allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Abteilungen und sagten, dass hier ein gutes Beispiel für die Aufgabenreform geliefert werde, das auch in anderen Bereichen umgesetzt werden solle.

Straßenbaureferent Köfer verwies auf die enge Kooperation, die beispielsweise im letzten Winter angesichts der enormen Schneemassen und Schneeräumungsaufgaben bereits praktiziert wurde. Auch bei Radwegeprojekten stehe das Land den Gemeinden hilfreich zur Seite. Alt-Unimogs beispielsweise würden bevorzugt an die Gemeinden zum Schätzpreis abgegeben werden.

Er sagte, dass das Bemühen, Beschaffungskosten gemeinsam zu leisten und damit auch zu senken, etwa beim Ankauf von Geräten, verstärkt werden sollte. Im Bereich der Brücken beispielsweise müssten auch die Gemeinden Prüfungen vornehmen, das Land könnte zehn bis zwanzig Brücken für die Gemeinden mitprüfen, wurde angeboten.
Köfer plädierte dafür, die Beratungsleistungen des Landes bzw. der Straßenbauabteilung stärker in Anspruch zu nehmen. Mitarbeiter aus dem Gemeindebereich sollen gemeinsam mit Mitarbeitern der Landesstraßenverwaltung geschult werden.

Ob Streusalzankauf, Geräteankauf, Bodenmarkierungen, Bereitstellung von Geräten oder Bauwerks-Qualitätsprüfungen: die Gemeinden können sich an das Land anhängen und damit durch günstigere Konditionen profitieren, so der Appell der Finanzreferentin und des Straßenbaureferenten. Köfer meinte, das Know-how der Landesstraßenverwaltung könne weiters in Bereichen wie Bedienstetenschutz, Pflanzenschutz, Vergabewesen, etc. noch intensiver genutzt werden.


Rückfragehinweis: Büro LHSt.in Schaunig/LR Köfer
Redaktion: Karl Brunner