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Regierungssitzung 4 - Mölltaler Gletscher: für eine Lösung auf Basis der bestehenden Gesetze

23.04.2014
LH Kaiser, LR Holub und LR Waldner: Kompromissbereitschaft notwendig – LH führt weitere Gespräche mit Investoren
Ein wichtiges Thema in der Regierungssitzung heute, Mittwoch, bildeten auch die touristischen Pläne am Mölltaler Gletscher. Landeshauptmann Peter Kaiser, Umweltlandesrat Rolf Holub und Tourismuslandesrat Wolfgang Waldner zeigten sich zuversichtlich, dass es zu einer für alle Beteiligten tragbaren und akzeptablen Lösung kommen könne. Einig war man sich, dass man bestehende Gesetze unbedingt zu beachten habe und man auf dieser Basis weiterkommen wolle. Bewegung müsse es dazu von allen Seiten geben, sagte der Landeshauptmann im Sinne des Grundsatzes, Ökonomie und Ökologie zu versöhnen.

Er sei heute auch seitens der Landesregierung ermächtigt worden, mit den Investoren des Hoteldorfes bzw. Interessenten für den Bau einer Abfahrt durch das Schutzgebiet Gespräche zu führen, etwa über eine Redimensionierung des Projektes. Es brauche Kompromissbereitschaft, so Kaiser, der auch die Variante einer sogenannten Tourenabfahrt erwähnte. Dies wäre eine Abfahrt unter strengsten Auflagen, die möglich sein könnte, etwa durch Verzicht auf Beton, auf Sprengungen, Schneekanonen usw. Auch sei abzuklären, inwieweit die Betreiber an einem stark abgeänderten oder verkleinerten Projekt noch interessiert seien. Kaiser machte deutlich, dass alle Fragen im Vorfeld sorgfältig zu klären seien und erst dann eine endgültige Entscheidung getroffen werde. Eine vernünftige Diskussion müsse alle Pro und Contra abwägen und alle Beteiligten miteinbeziehen anstatt vorschnell ja oder nein zu sagen.

In diesem Sinn äußerte sich auch Holub. Er sagte, der Naturschutz habe seine Hausaufgaben gemacht. Er meinte, dass für das geplante Projekt es auch sinnvoll sein könnte, ein geologisches Gutachten einzuholen, da dieses Gebiet nicht absolut stabil sei. Er plädierte für ein pragmatisch-realistische Vorgehen, abseits jeglicher Ideologien. Die naturschutzrechtliche Situation und Bewertung habe sich nach wie vor nicht geändert, ergänzte der Landesrat. Es brauche Rechtssicherheit. Auch Aspekte der Alpenkonvention würden hier, entgegen anderslautenden Meinungen, zum Tragen kommen, so Holub.
Tourismusreferent Waldner sprach Klartext: "Ich bin für das Projekt, weil ich für Arbeitsplätze und für die Stärkung des ländlichen Raumes bin. Es wird maximale Flexibilität von allen notwendig sein."


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser/
LR Holub/LR Waldner
Redaktion: Karl Brunner