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POLITIK

Runder Tisch zu ärztlichem Bereitschaftsdienst

26.04.2014
LHStv.in Prettner: Gemeinsame Vorgehensweise konnte abgesteckt werden, neues Modell ab 1.10.2014
Gestern, Freitag, fand auf Initiative von Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner ein Runder Tisch betreffend die Zukunft des ärztlichen Bereitschaftsdienstes im niedergelassenen Bereich statt. Wie bekannt, hatte die Ärztekammer unlängst angekündigt, diesen Dienst in den Nachtstunden nach 22:00 Uhr künftig nicht mehr versehen zu wollen. Teilgenommen haben an diesem Arbeitsgespräch sowohl Vertreter der Ärztekammer, als auch der Gebietskrankenkasse, um eine praktikable Lösung für diese Problemstellung zu verhandeln. „Angesichts der Unstimmigkeiten zwischen den Verhandlungspartnern im Vorfeld ist es umso erfreulicher, dass sich die Ärztekammer nunmehr nicht nur gesprächsbereit zeigte, sondern auch unsere Überlegungen annähernd deckungsgleich sind“, so Prettner im Anschluss an die Sitzung.

Die Gesundheitsreferentin erläutert die gemeinsamen Ziele und stellt klar: „Oberste Prämisse ist, dass für die Kärntner Bevölkerung ein praktischer Arzt erreichbar ist, wenn er gebraucht wird. Denn sämtliche medizinischen Fragestellungen, die außerhalb der Ordinationszeiten auftauchen können, auf die Spitalsambulanzen abzuwälzen, ist schlicht nicht zielführend“. Zudem müsse gewährleistet sein, dass zumindest ein Allgemeinmediziner je Sprengel zur Verfügung steht, der – wenn notwendig – auch außerhalb der Ordinationszeiten persönlich zur Visite vorbeikommt. „Eine Vorbeurteilung, welche Fälle einer tatsächlichen Behandlung durch einen Allgemeinmediziner bedürfen und welche nicht, soll über eine zentrale Rufbereitschaftsnummer erfolgen, wo telefonisch Erstauskünfte erteilt werden bzw. bei Notwendigkeit eine Weiterleitung an den diensthabenden Bereitschaftsarzt erfolgt“, so Prettner, die die Versorgungssicherheit der Kärntnerinnen und Kärntner abgesichert wissen will. Wo und in welcher Form diese Rufbereitschaftsnummer angesiedelt wird, gilt es noch zu verhandeln, wobei diesbezüglich verschiedene Varianten zur Auswahl stehen.

Im Zuge der gestrigen Arbeitssitzung mit Ärztekammer und GKK konnte man sich auf eine weitere gemeinsame Vorgehensweise einigen, die oben angeführte Eckpunkte berücksichtigen soll. „In weiterer Folge wird nun eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Land Kärnten, GKK und Ärztekammer, die gemeinsam festgelegten Prämissen für den künftigen Bereitschaftsdienst konkretisieren und für die operative Umsetzung vorbereiten. Ab 1.10.2014 soll das neue System in Kraft treten“, so Prettner. Ebenso sei die Neuorganisation des ärztlichen Bereitschaftsdienstes eine große Chance, Synergien mit ebenfalls in Planung befindlichen Akutordinationen als Beitrag zum gezielteren Zugang zu den Spitalsambulanzen zu nutzen. „Dies hat für Patientinnen und Patienten sowie für die Spitalsambulanzen selbst Vorteile wie beispielsweise verkürzte Wartezeiten, indem Patientenströme zielgerichteter geleitet werden können“, so Prettner.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Böhm