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Landestag der Kärntner Wasserrettung

26.04.2014
LH Kaiser dankte den Ehrenamtlichen und Freiwilligen für ihren besonderen Einsatz
Der Landesverband Kärnten der Österreichischen Wasserrettung hielt heute, Samstag, im Ausbildungszentrum Cap Wörth seinen Landestag ab. 2013 haben die 1.158 aktiven Wasserretterinnen und Wasserretter 136.954 Personenstunden geleistet. Insgesamt gab es 2.493 Einsatzdienste, darunter fünf Lebens- und 107 Personenrettungen. In die Ausbildung und Jugendarbeit wurden 13.330 Personenstunden investiert.

Landeshauptmann Peter Kaiser dankte in seiner Rede den Ehrenamtlichen und Freiwilligen und bat sie, diese hohe Qualität der Leistungen auch weiter den Menschen zur Verfügung zu stellen. Er strich besonders den Katastrophenhilfsdienst hervor, bei dem die Einsatz- und Rettungsorganisationen gemeinsam Übermenschliches leisten würden. „Diese hohe Qualität und das Zusammenwirken aller Kräfte in Kärnten ringt Bewunderung ab, auch im internationalen Bereich“, meinte er. In diesem Zusammenhang verwies er auf die im Mai stattfindende internationale Katastrophenschutzübung im Rahmen des EU-Projektes GOAL. Als Katastrophenschutzreferent werde er sich für die Fortsetzung der gemeinsamen Übungen und Kooperation mit den Nachbarn einsetzen. „Wenn es um die Hilfe für Menschen in Not geht, darf es keine Grenzen geben“, betonte er.

Beim Landestag wurden für die neue Periode 2014-2018 einstimmig Heinz Kernjak als Landesleiter und Landtagspräsident Reinhart Rohr als ÖWR Kärnten-Präsident bestätigt. Vizepräsidenten sind Bundesrat Christian Poglitsch und LR Rolf Holub. Anwesend waren u.a. Vertreter der Blaulichtorganisationen, Militärkommandant Brigadier Walter Gitschthaler, Polizei-Oberst Johannes Dullnig, Vertreter der slowenischen Wasserrettung, Horst Maier vom Zivilschutzverband, der Bezirkshauptmann von Villach-Land, Bernd Riepan, und ASVÖ-Präsident Kurt Steiner. Es gab auch eine Präsentation des Katastrophenhilfsdienstes der ÖWR Kärnten.

Die Österreichische Wasserrettung (ÖWR) wurde am 16. März 1957 in Linz an der Donau gegründet. Daraufhin begann Werner Engl in den Jahren 1957/58 mit dem Aufbau der ÖWR Kärnten. Das Ausbildungszentrum Cap Wörth des Landesverbandes Kärnten wurde im Sommer 2002 in Velden am Wörthersee eröffnet. Ein entscheidender Schritt für die Sicherheit und Katastrophenhilfe erfolgte im Sommer 2003. Land Kärnten, Kärntner Landesfeuerwehrverband und ÖWR Kärnten legten fest, dass die Verständigung der Wasserretter künftig über die Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ) erfolgen soll. Die Wasserrettung wird seitdem über die Notrufnummer 130 alarmiert.

Die Wasserretterinnen und Wasserretter setzen sich nicht nur ehrenamtlich und freiwillig für die Sicherheit der Schwimmer und Wassersportler an den Flüssen und Seen sowie in Öffentlichen Bädern ein, sondern leisten beispielsweise auch Hochwassereinsätze und überwachen Sportveranstaltungen wie Segelregatten oder Schwimmwettkämpfe. In Kärnten gibt es 27 Einsatzstellen in den vier Regionen Ossiacher See, Oberkärnten, Wörthersee, Unterkärnten. Seit Juni 2006 teilen sich die Landesleitungen der Wasser- und der Bergrettung, der Kärntner Zivilschutzverband sowie die Katastrophenschutzbeauftragten des Amtes der Kärntner Landesregierung das „Haus der Sicherheit“ am Areal des Landesfeuerwehrverbandes.

Infos unter http://kaernten.owr.at


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser; ÖWR Kärnten
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: Büro LH Kaiser