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Geopark-Infozentrum in Eisenkappel eröffnet

03.05.2014
LH Kaiser: Geopark ist Investition in Zukunft – Aus EU kommen in neuer Förderperiode zwölf Millionen Euro für grenzüberschreitende Projekte
In der Gemeinde Eisenkappel-Vellach/Zelezna Kapla-Bela wurde heute, Samstag, von EU-Referent LH Peter Kaiser das Geopark-Infozentrum des Geoparks Karawanken-Karavanke offiziell eröffnet. Die neue, zentrale Informationsstelle bietet umfassende Informationen über den grenzüberschreitenden Geopark, der sich über eine Fläche von 1.067 Quadratkilometer bzw. neun Kärntner und fünf slowenische Gemeinden erstreckt. Im neuen Informationszentrum in Bad Eisenkappel bekommt der Besucher mittels einer interaktiven Karte auch einen Überblick über die geologischen Besonderheiten der Region. Im März 2013 wurde der Park in das europäische und globale Geoparknetzwerk unter dem Dach der UNESCO aufgenommen.

„Der Park ist mit seiner Mischung aus geologischer Vergangenheit und den Naturschönheiten der Gegenwart, eine Investition und ein Projekt für die Zukunft vom dem beide Region profitieren sollen“, betonte der Landeshauptmann. Zudem habe er Modellcharakter in Bezug auf die Finanzierung“, stellte Kaiser fest. Von den Gesamtkosten, sie machen rund 2,8 Millionen Euro aus, kommen 2,5 Millionen aus der EU. Aufgrund der Zielsetzungen habe der Park ein Alleinstellungsmerkmal mit viel Potential und zeichne sich durch seine Nachhaltigkeit aus. „Wenn sich Menschen zweier Regionen einbringen und ihre Ideen umgesetzt werden, kann man viel erreichen“, sagte Kaiser.

Er erinnerte in seiner Funktion als EU-Referent auch daran, dass Kärnten seitens der EU bis dato zwei Milliarden Euro für Zukunftsprojekte erhalten habe. „Weitere zwölf Millionen Euro stehen Kärnten in der neuen EU-Förderperiode für grenzüberschreitende Projekte zu Verfügung“, gab er bekannt. Den Geopark-Verantwortlichen und den 14 Gemeinden wünschte der Landeshauptmann die gleichen Besuchermassen wie im Nationalpark Hohe Tauern und dass es künftig im Park-Gebiet viele Begegnungen und Information gebe. Seitens der Park-Vertreter wurde Kaiser zum ersten Geopark-Botschafter ernannt und erhielt eine Geopark-Jacke überreicht.

Eisenkappels Bürgermeister Franz Josef Smrtnik und Vizebürgermeister Helmut Malle sind beide überzeugt, dass der Geopark neben den Obir-Tropfsteinhöhlen ein weiteres Highlight für den Tourismus sei und auch mit Leben erfüllt sein werde. Vor allem durch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit habe der Geopark noch großes Potential. Beide dankten Geopark-Geschäftsführer Gerald Hartmann und Obir-Tropfstein Höhlen-Geschäftsführer Christian Varch für ihren Einsatz. Hartmann gab bekannt, dass der Park über sechs Geotrails, vier Lehrpfade und 48 geologische Punkte verfügt.

Dritter Landtagspräsident Josef Lobnig und LAbg. Franz Wieser hoben die Naturvielfalt des Parks hervor. Von ihr werde sowohl der Tourismus als auch die Wirtschaft der Region profitieren.

Der Geopark Karawanken-Karavanke umfasst 14 Gemeinden, davon neun aus Österreich (Bleiburg/Pliberk, Eisenkappel-Vellach/Železna Kapla-Bela, Feistritz ob Bleiburg/Bistrica nad Pliberkom, Gallizien, Globasnitz/Globasnica, Neuhaus, Sittersdorf, Zell/Sele, Lavamünd) und fünf aus Slowenien (Črna na Koroškem, Dravograd, Mežica, Prevalje, Ravne na Koroškem). Er ist ein geologisch außergewöhnlich reichhaltiges Gebiet und wurde durch die UNESCO-Auszeichnung weiter aufgewertet. Durch gemeinsame attraktive Pakete und Angebote für den Tourismus und für Schulen sollen die geologischen aber auch natur- und kulturräumlichen Besonderheiten der heimischen Bevölkerung und Touristen nähergebracht werden. Europaweit ist es der dritte bilaterale Geopark, österreichweit gibt es drei Geoparks, in Kärnten zwei. Durch die Mitgliedschaft im UNESCO-Netzwerk müssen Aktivitäten, wie touristische Pakete, die Einbettung in Schulprogramme oder die eigenverantwortliche Struktur und Leitung, regelmäßig belegt werden.

Die Kosten für das grenzüberschreitende Projekt betragen 2.5 Millionen Euro. 2.1 Millionen Euro stammen aus der EUR-EU-EFRE-Förderung. Eine Investition, die langfristig auch neue Arbeitsplätze auf beiden Seiten der Grenze sichern soll.

An der Eröffnung des Geopark-Infozentrums nahmen auch die slowenische Generalkonsulin Dragica Urtelj, die Bürgermeister Stefan Visotschnig (Bleiburg), Gerhard Visotschnig (Neuhaus), Valentin Blaschitz (Völkermarkt), Fritz Flödl (Feistritz ob Bleiburg), Rudolf Tomaschitz (Gallizien), Engelbert Wassner (Zell), Bezirkshauptmann Gert Klösch, Pfarrer Leopold Zunder und Vertreter des Geoparkzentrums Mežica teil. Es wird am 28. Mai eröffnet.

I N F O: www.geopark.si


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotohinweis: LPD/fritz-press-Höher