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Velden: „Shared Space“-Zone offiziell eröffnet

04.05.2014
LH Kaiser, LR Köfer: Neue barrierefreie Begegnungszone beruhigt Verkehr und senkt Emissionen - Gesamtkosten: 2,1 Millionen Euro
In Velden fand heute, Sonntag, die Eröffnung der, neuen Begegnungszone „Shared Space“ statt. An ihr nahmen seitens der Kärntner Landesregierung Landeshauptmann Peter Kaiser und Straßenbaureferent LR Gerhard Köfer teil. Mit der 460 Meter langen, barrierefreien Begegnungszone, sie ist ein Pilotprojekt in Kärnten, will die Wörtherseegemeinde eine Verkehrsberuhigung erreichen. Durchschnittlich 8.000 Kraftfahrzeuge, fünf Prozent davon sind LKW, passieren pro Tag den Ort. In der Sommer Hochsaison sind es 550 Autos in der Stunde. Die Gesamtbaukosten betrugen 2,1Millionen Euro, seitens des Landes wurden 1,04 Millionen Euro für das Verkehrsprojekt bereitgestellt.

Velden schreitet als gutes Bespiel voran, erstrahlt im neuen Straßenglanz, der rote Teppich ist ausgelegt und die Gemeinde wird ein Musterbeispiel für ganz Kärnten und Österreich“, stellte der Landeshauptmann fest. Auf Grund der Frequenz am heutigen Eröffnungstag sei er sich sicher, dass die neue Begegnungszone auch künftig gut angenommen werde. Der Landeshauptmann verhehlte nicht, dass künftigen Begegnungen aller Verkehrsteilnehmer im „Shared Space“- Bereich in Velden von gegenseitiger Achtung geprägt sein müssen. „Begegnung, wo auch immer, heißt aufeinander Rücksicht nehmen“, so Kaiser.

Für Köfer ist die Begegnungszone ebenfalls ein Pilot- und Vorzeigeprojekt. „Wir werden weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt werden und am Ende des Jahres werden wir die ersten Erfahrungswerte haben und danach eine Bilanz ziehen, sagt der Straßenbaureferent. Er teilte zudem mit, dass auch andere Kärntner Kommunen bereits daran denken solche Begegnungszonen zu errichten. Dazu zählt beispielsweise St. Veit an der Glan.

Voll des Lobes über die gelungene Umsetzung waren auch Bürgermeister Ferdinand Vouk und Casino Austria Direktor Karl Stoss. „“Es war zwar ein langer und nicht immer einfacher Weg. Ich bin mir aber sicher, dass die Baumaßnahme den Qualitätstourismus anheben wird und wir schaffen damit auch eine neue Lebensqualität“ betonte Vouk. Gleichzeitig dankte er dem Land, der Straßenbauabteilung und der örtlichen Wirtschaft für die Unterstützung von der ersten Stunde an. Von der Verkehrsberuhigung wird auch das Casino, das ebenfalls umgebaut wurde, auf alle Fälle profitieren“, ist sich Stoss sicher.

Vorbild für die neue Begegnungszone war die steirische Ortschaft Gleinstätten. Ziel der Gemeinde war es, das Ortzentrum wieder in den Mittelpunkt zu rücken und die Emissionen zu senken. Zudem soll mit der Begegnungszone die Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer und die Barrierefreiheit erreicht werden, da Gehsteige, Randsteine und Verkehrsschilder wegfallen. Dafür wurden 5.100 Quadratmeter mit rotbraunem Asphalt asphaltiert, 1.370 Quadratmeter Pflastersteine und 620 Meter Randsteine und Pflasterstreifen verarbeitet. In der Zone gilt generell Tempo 30 und ein Parkverbot.

In die Planung waren die Bürger, örtliche Wirtschaft, die Gemeinde und das Casino Velden miteingebunden. Die Baumaßnahmen wurden in drei Abschnitten umgesetzt. Baubeginn war im Frühjahr 2013, Bauende im Frühjahr 2014. Im Zuge der Aushubarbeiten wurden die Wasserleitungsrohre ebenso erneuert wie auch Stromleitungen. Geplant wurde die Begegnungszone von den Architekten Thomas Pilz.und Christoph Schwarz.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, LR Köfer
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotohinweis: LPD/Fritz-press-Höher