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KULTUR

„Malverwandte“ im Museum des Nötscher Kreises

11.05.2014
LH Kaiser eröffnete Ausstellung – Museum in Nötsch ist eines der außergewöhnlichsten Kulturzentren Kärntens
„Malverwandte“ – unter diesem Titel stellt eine Ausstellung drei Generationen einer Künstlerfamilie vor, die durch Anton Kolig in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Nötscher Kreis steht. Von einem beeindruckten Landeshauptmann Peter Kaiser wurde sie heute, Sonntag, im Museum des Nötscher Kreises in Nötsch im Gailtal eröffnet. Zu sehen ist „Malverwandte“ bis 26. Oktober.

Kaiser strich den besonderen Familien-Zugang hervor, der das Museum des Nötscher Kreises zu einem der außergewöhnlichsten Kulturzentren Kärntens mache. „Es fasziniert mich und macht mich sehr stolz, dass es hier gelingt, den so schwierigen Bogen im Spannungsfeld von lokal-regional und international zusammenzubringen“, sagte der Landeshauptmann. Er ging auch auf das Bild ein, das die Einladung zur Ausstellungseröffnung ziert: „Ich habe selten auf Familienbildern so viel an Harmonie, Gemeinsamkeit und Wechselbeziehung gesehen. Es ist diese außergewöhnliche familiäre Nähe, die diese Ausstellung und das 'Malverwandte' so treffend ausdrücken.“ Kaiser gratuliere zum Begriff „Malverwandt“, der eine Bereicherung des Sprachschatzes sei: „Vielleicht wird es im künstlerischen Bereich Kärntens zum sogenannten Wort des Jahres. Verdient hätten es alle, die mit diesem Wort attribuiert sind.“

Kuratiert wurde die Ausstellung von Jutta M. Pichler in Zusammenarbeit mit Cornelius Kolig (geb. 1942). Dieser sieht sich in seiner Arbeit als Konzept- und Installationskünstler, Maler, Grafiker und Bildhauer in der Nachfolge des Nötscher Kreises stehend. In „Malverwandte“ wird seine Malerei erstmals in einen Kontext mit dem Werk seines Großvaters Anton Kolig (1886–1950) und seines Vaters Thaddäus Kolig (1911–1975) gestellt. In der spannungsvollen Schau werden inhaltliche und formale Analogien, gemeinsame Bezugspunkte sowie die unterschiedlichen künstlerischen Strategien untersucht. Geboten wird aber auch ein weiterer Einblick in das Beziehungsumfeld der vier Nötscher Kreis-Maler Sebastian Isepp (1884-1954), Anton Kolig (1886–1950), Franz Wiegele (1887-1944) und Anton Mahringer (1902-1974). Dabei wird deutlich deren Bedeutung für nachfolgende Künstlergenerationen aufgezeigt.

Das Museum des Nötscher Kreises wurde am 16. Mai 1998 eröffnet. Die vier Maler, deren Leben und Werken es gewidmet ist, gestalteten Anfang des 20. Jahrhunderts mit ihrer sehr individuellen Malerei die österreichische Kunst entscheidend mit. Der Nötscher Kreis war eine lose Gruppierung von befreundeten Malern, die in dieser Region geboren wurden oder von auswärts nach Nötsch gezogen sind. Das Museum ist im Geburtshaus Franz Wiegeles untergebracht. In seinen Ausstellungen zeigt es einen repräsentativen Querschnitt durch das Œuvre der Künstler und bietet anhand von zeitgenössischen Fotografien und Autografen einen Einblick in deren persönliche Lebensumstände.

Infos unter www.noetscherkreis.at


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser; Museum des Nötscher Kreises
Redaktion: Markus Böhm 
Fotohinweis: Büro LH Kaiser