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Dialogforum: Lösungsvorschlag für Glasbena šola

12.05.2014
LH Kaiser gab Details zu möglicher Integration der slowenischen Musikschule bekannt – Auch Gedenken zu 100 Jahre Beginn Erster Weltkrieg thematisiert
Neue Details zur Integration der slowenischen Musikschule Glasbena šola in das Kärntner Musikschulwesen wurden heute, Montag, von Landeshauptmann Peter Kaiser im „Dialogforum für die Entwicklung des gemischtsprachigen Gebietes“ zum Meinungsaustausch eingebracht. Das Forum trat unter Kaisers Vorsitz im Probsthof in St. Andrä zusammen. Grund für den Tagungsort im Lavanttal ist die anschließende Eröffnung der Kulturwoche der Kärntner Slowenen in Maria Rojach. Weiteres Thema war der 100. Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkrieges. Forumsmitglieder werden dazu Beiträge bei der Gedenkenquete 1914/2014 am 30. September im Kärntner Landesarchiv liefern.

„Wir suchen eine für alle Beteiligten akzeptable Lösung für die Finanzierung und Organisationsstruktur der Musikschule. Es muss ein Konsens gefunden werden, der sowohl eine Integration als auch die Wahrung der Identität der slowenischen Volksgruppe und ihrer Musikschule erreicht“, erklärte Kaiser, der die im Rahmen einer eigens eingerichteten Arbeitsgruppe erarbeiteten Ergebnisse präsentierte.

Eine Möglichkeit könnte demnach auch darin bestehen, die Glasbena šola als 28. Musikschule in das Kärntner Musikschulwesen zu integrieren. Diese 28. Musikschule könnte aus einer Stammschule in Klagenfurt und 17 dislozierten Standorten, die den bisherigen Standorten der Glasbena šola entsprechen, bestehen. Alle 28 Musikschulen sollten bei pädagogisch-didaktischen und kulturellen Projekten zusammenarbeiten, also in Form von gemeinsamen Konzerten und Veranstaltungen oder gemischtsprachigen Unterrichtsprojekten.

Auch die bisher bestehende Verbindung zu slowenischen Kulturvereinen könnte dadurch in Zukunft erhalten bleiben. Voraussetzung sei aber auch, dass es u.a. von Dritten keine offenen Forderungen gegenüber der Glasbena šola gibt und, dass es eine Verpflichtungserklärung über die Schad- und Klagloshaltung gegenüber dem Land Kärnten gibt."Jetzt geht es darum, die notwendige rechtlichen Änderungen zu prüfen, um dann ehestmöglich zu einem positiven Ergebnis im Sinne der Vielfalt und Integration zu kommen", so Kaiser.

Im Dialogforum vertreten sind Mitglieder der Landesregierung, Landtagsparteien, Organisationen der Kärntner Slowenen sowie Bürgermeister aus den Bezirken mit zweisprachigen topografischen Aufschriften, gegründet wurde es im Zuge der Kärntner Ortstafellösung.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/Böhm/Zeitlinger