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Überregionales Radwegenetz wird in Kärnten sehr gut angenommen

14.05.2014
LR Köfer: Bereits 1.000 km gebaut – Im Vorjahr und heuer werden 22 km neuer Radweg errichtet, über fünf Mio. Euro investiert
Der Trend zum Fahrrad hält weiter an. Wie der für Straßen- und Radwegebau zuständige Landesrat Gerhard Köfer heute, Mittwoch, bei einer Pressekonferenz zusammenfasst, erfreut sich das Radland Kärnten weiterhin großer Beliebtheit. So hat sich die Nutzungsfrequenz beispielsweise auf dem beliebten R1 Drauradweg seit dem Jahr 2008 knapp verdoppelt. Wurden im Juli 2008 im Schnitt täglich 318 Radwegnutzer gezählt, waren es im August 2013 bereits knapp 600. Getoppt wird der Drauradweg nur noch vom R2B Millstättersee Radweg, der laut Zählungen im Sommer täglich von 1.063 Radfahrern genutzt wird.

„Die jedes Jahr im Sommer durchgeführten Zählungen an bestimmten Zählpunkten belegen klar, dass das überregionale Kärntner Radwegenetz sehr gut angenommen wird“, fasst Köfer zusammen. So zählen der R1 Drauradweg, der R2B Millstätter See Radweg, der R3 Gailtal Radweg, der R4 Wörthersee Radweg wie auch der R10 Lavant Radweg zu den beliebtesten Radwegen in Kärnten.

Im Endausbau soll in Kärnten das überregionale Radwegenetz auf 1.377 Kilometer ausgebaut werden. „Bis dato wurden 1.000 Kilometer gebaut bzw. sind bereits befahrbar. Das ist eine Fertigstellungrate von mehr als 72 Prozent“, führt Köfer aus. Von diesen 1.000 Radwegen werden 524 Kilometer als selbständige Radwege, die restlichen 514 Kilometer auf anderen öffentlichen Wegen geführt. Insgesamt wurden in den letzten zehn Jahren mehr als 30 Millionen Euro in den Ausbau des Kärntner Radwegenetzes investiert. Laut Straßenbaureferent Köfer übernimmt das Land Kärnten zwei Drittel der Kosten. Das verbleibende Drittel wird von der betroffenen Gemeinde getragen.

Rechnet man die Zeit seit Übernahme des Straßenbaureferates durch Köfer - also die Jahre 2013 sowie das laufende Baujahr 2014 zusammen - wurden in ganz Kärnten 22 Kilometer an weiteren Radwegen gebaut und knapp fünf Millionen Euro investiert. Auf das Straßenbauamt Spittal entfallen vier Kilometer, 14 Kilometer auf das Straßenbauamt Villach und jenes in Klagenfurt baut vier Kilometer neuen Radweg. Allein in der Gemeinde Malta wird der R9B Malta Radweg auf einer Länge von 3,4 Kilometern zwischen Gries und Stockbodenbachbrücke neu gebaut. „Für diesen Abschnitt, der laut Kostenschätzung eine Million Euro kosten wird, sind als Bauzeit die Monate Juli bis November 2014 vorgesehen“, so Köfer.

Großbaustelle 2013 war auch der R5B Gurk Radweg in den knapp 1,2 Millionen Euro geflossen sind. Größtenteils wird dieser Radweg in Eigenregie der Straßenbauabteilung errichtet. Bereits voll im Gang sind die Arbeiten am R3C Tarviser Radweg von Neuhaus bis Arnoldstein. Seit März 2014 wird dort um 880.000 Euro ein 5,44 Kilometer langer Radweg errichtet. Als Fertigstellungstermin wurde Ende Juli 2014 definiert. „Außerdem befinden sich derzeit 50 Kilometer Radweg in Vorbereitung bzw. in Planung. U.a. geht es dabei um den R2B Millstättersee Radweg, den R2 Ossiacher See Radweg oder den R1F Klopeiner See Radweg“, führt der Straßenbaureferent aus. Ziel des Straßenbaureferenten ist es, im Laufe der nächsten Jahre weitere 20 Millionen Euro in den Ausbau des Kärntner Radwegenetzes zu investieren.

Bezugnehmend auf die derzeitige Sperre des R4 Wörthersee Radweges im Bereich Bad Saag weist Köfer darauf hin, dass zwischen dem 28. Mai und dem 3. Juli 2014 für Radfahrer ein Schiffsshuttle eingerichtet wird. „Der Zustieg ist an den Anlegestellen Kraftwerk Forstsee und Pörtschach Werzer möglich. Für Radfahrer wie auch Fußgeher ist der Shuttledienst im Bereich der beiden Anlegestellen gratis“, so Köfer. Am 3. Juli wird der Radweg im Bereich Bad Saag voraussichtlich wieder für den Radfahr- und Fußgeherverkehr freigegeben.

Dass das Fahrrad nicht nur ein Freizeitsportgerät ist, sondern auch für den Weg zur Arbeit genutzt wird, wird in der seitens der Straßenbauabteilung des Landes Kärnten und von Landesrat Gerhard Köfer unterstützten Kampagne „Kärnten radelt zur Arbeit“ verdeutlicht. Ziel dieser Initiative ist es, die Mitarbeiter von Betrieben und öffentlichen Institutionen zur täglichen Radfahrnutzung auf dem Weg zur Arbeit zu motivieren.

„Die Aktion läuft bereits seit Anfang des Monats. Laut aktuellem Stand von heute Morgen beteiligen sich daran 63 Firmen mit 118 Teams und 313 teilnehmenden Personen, die bereits 170.325 Kalorien verbraucht, sich 1.505 kg Co² und 4.353 Euro erspart haben“, fasst Köfer die Aktion zusammen. Nähere Infos zur Aktion sind unter kaernten.radeltzurarbeit.at downloadbar.

Köfer appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, bei Kurzstrecken dem Fahrrad den Vorzug zu geben. Denn dabei werde nicht nur die Gesundheit unterstützt, sondern auch der Treibstoffverbrauch wie auch die Co²-Belastung reduziert.


Rückfragehinweis: Büro LR Köfer
Redaktion: Herzog/Brunner