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Auszahlung der Dürreentschädigungen läuft an

20.05.2014
Agrarlandesrat Benger konnte Auszahlung von 3,3 Mio. Euro starten – Insgesamt 30 Mio. Euro Schadensausmaß in Kärnten
Die massive Trockenheit ab Mitte Juni 2013 hat in Kärnten zu enormen Ertragseinbußen im Grünland und bei verschiedenen Ackerkulturen geführt. Teilweise mussten Ausfälle von bis zu 100 Prozent hingenommen werden. Die Ertragseinbußen lagen beispielsweise im Berggebiet bei bis zu 70 Prozent. Das Schadensausmaß dieser Rekorddürre liegt bei 30 Mio. Euro für die heimische Landwirtschaft.
In seiner ersten Regierungssitzung konnte Agrarlandesrat Christian Benger heute, Dienstag, durch den einstimmigen Beschluss die Auszahlungen der Entschädigungen an die Kärntner Landwirte starten. „Diese Dürre hat einmal mehr gezeigt, wie sehr die Existenz unserer Landwirte von äußeren Einflüssen abhängt. Ich sehe rasches Handeln und die Unterstützung unserer bäuerlichen Familien als Verpflichtung an. Sie sind die Stützen im ländlichen Raum und die Erhalter unserer Kulturlandschaft“, betonte Benger. 3,3 Mio. Euro werden für die Abgeltung der nicht versicherten Dürreschäden in Kärnten fließen.
„Derzeit wird auch daran gearbeitet, die bestehenden Versicherungs-Systeme auszubauen“, erklärte Benger. Gemeint ist die Hagelversicherung. Immerhin hat die Hagelversicherung nun im Zuge dieser Dürrekatastrophe für versicherte Flächen rund 7 Mio. Euro ausgezahlt. „Versichern sichert ab. Daher arbeiten wir derzeit am Ausbau der Versicherung“, so Benger.
Da die massiven Dürreschäden österreichweit aufgetreten sind, hat auch der Bund ein Hilfspaket geschnürt. Der Ministerrat hat das vom Landwirtschaftsminister vorgeschlagene Hilfspaket (Ankaufsaktion für Ersatzfuttermittel, Betriebsmittelkreditaktion, Aktion für die Abfederung von Ertragsverlusten bei bestimmten nicht versicherbaren Kulturen und Dauerkulturen) schon im August 2013 beschlossen. „Für 50 Prozent der auszuzahlenden Mittel in Kärnten kommt der Bund auf, die weiteren 50 Prozent können wir aus den Mitteln des Agrarreferates bedecken“, weist Benger hin. 2.345 Kärntner Landwirte werden im nächsten Monat ihre Entschädigungen erhalten.
Schäden nach Bezirken: Feldkirchen, Villach – 70 % der Grünlandflächen betroffen, davon bis zu 80 % Ausfall; Hermagor, Spittal – Ertragsausfall 80 %; Völkermarkt – Ertragsausfall 90 %; Wolfsberg – zwischen 20 und 80 % je nach Fläche; St. Veit – 60 % Ertragsausfall. Ausfälle bei Körner- und Silomais: übers Land bis zu 70 %, in Villach, Spittal und Hermagor bis zu 100 %


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Böhm