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Landeshauptmann besuchte Treibacher Industrie AG

28.05.2014
Wirtschaftsstandort Kärnten profitiert von international erfolgreichem Unternehmen – Kontakte zu EU über Kärntner Verbindungsbüro knüpfen
Der Treibacher Industrie AG in Treibach stattete gestern, Dienstag, Landeshauptmann Peter Kaiser einen Besuch ab. In Begleitung der Vorstände Alexander Bouvier und Rainer Schmidtmayer, des Angestellten-Betriebsratsvorsitzenden Heinz Töltl, Recycling Umschmelze-Betriebsleiter Martin Willingshofer sowie Personalleiter Christoph Herzeg fanden eine Firmenpräsentation und ein Betriebsrundgang mit den Schwerpunkten Recycling und Seltene Erden statt.

Für den Landeshauptmann ist die Treibacher Industrie AG nicht nur ein europäischer und globaler Marktführer, sondern auch ein wichtiger Industriebetrieb in Kärnten, von dem andere Kärntner Unternehmen profitieren würden. Neben dem umfassenden Know how und der finanziellen Stabilität seien auch die angenehme und zurückhaltende Unternehmensphilosophie, die hohen Umweltstandards, die Forschungsförderung und die Lehrlingsausbildung Garanten des Erfolges. Bouvier und Schmidtmayer teilten Kaiser mit, dass für die Forschung fünf Millionen Euro und die Analytik drei Millionen Euro zur Verfügung stehen würden. Für die 40 Lehrlinge, sie werden in der betrieblichen Lehrwerkstätte ausgebildet, sind jährlich 1,1 Millionen Euro veranschlagt.

Thematisiert wurden im Gespräch auch der oft langwierige Gesetzesvollzug, die Verfahrensbeschleunigung und die nicht immer leichte Investitionsförderung. Der Landeshauptmann bot in seiner Funktion als EU-Referent den beiden Vorständen an, Kontakte nach Brüssel über das Kärntner Verbindungsbüro zu knüpfen, insbesondere für mögliche EU-Förderungen.

Das Industrieunternehmen konzentriert sich derzeit auf fünf Geschäftsfelder und erzeugt unter anderen Feinchemikalien, Speziallegierungen, Pulver für die Hartmetallindustrie, Umweltkatalysatoren, pharmazeutische Chemikalien und Werkstoffe für die Hochleistungskeramik. Der Bereich Recycling verarbeitet verbrauchte metallhaltige Katalysatoren aus der Erdölindustrie und stellt aus diesen Reststoffen wieder hochwertige Legierungen und Zusatzstoffe für die Stahlindustrie her.

83 Prozent der Produktion gehen in den Export, davon entfallen 76 Prozent auf Europa und zwölf Prozent bzw. elf Prozent auf Amerika und Asien. Im Jahr 213 wurden 376 Millionen Euro Umsatz erzielt und ein Investitionsvolumen von rund 18 Millionen Euro getätigt. In der Unternehmenszentrale in Treibach sind Produktion, Forschung und Entwicklung angesiedelt. In der Forschung und Entwicklung sind 75 Mitarbeiter beschäftigt. 33 Prozent von ihnen sind Frauen und 30 Prozent Akademiker. Das Unternehmen beschäftigt 778 Mitarbeiter, davon 538 Männer und 129 Frauen in Treibach. Neben Treibach gibt es noch einen Produktionsstandort in Ravne (Slowenien) bzw. Vertriebsniederlassungen in Toronto (Kanada), Shanghai (China) und Tokyo (Japan). Seit dem Jahr 2013 gehört dem Unternehmen in Breitungen (Deutschland) ein Leuchtstoffwerk.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotohinweis: LPD/ Peter Just