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Neue Initiative für "AkademikerInnenjobs in Kärnten"

29.05.2014
LH Kaiser und LHStv.in Schaunig: Hochqualifizierte junge Menschen nach Kärnten holen
Viele junge, hochqualifizierte Erwachsene zwischen 25 und 35 Jahren zieht es nach der Ausbildung in die Ferne. Mit der neuen Initiative „AkademikerInnenjobs in Kärnten“ sollen sie dazu motiviert werden, (wieder) nach Kärnten zu kommen, um hier ihre Karriere zu beginnen. Zielgruppe sind hochqualifizierte Jugendliche, die ihre Masterthesis, Diplomarbeit, oder Dissertation absolvieren bzw. abgeschlossen haben und unmittelbar vor dem Eintritt ins Berufsleben stehen. Beschlossen wird die Initiative in der Regierungssitzung am Dienstag, wie Landeshauptmann Peter Kaiser und Finanzreferentin LHStv.in Gaby Schaunig heute, Donnerstag, mitteilten.

„Projektziel ist die erste Integration in ein ordentliches Beschäftigungsverhältnis bei einem Unternehmen in Kärnten. Die Initiative soll technologieorientierte Produktionsbetriebe sowie generell im Bereich Forschung und Entwicklung tätige Unternehmen ansprechen. Klein- und Mittelbetriebe stehen im Vordergrund“, erklärt Kaiser. Projektpartner seien das Business Frauen Center im Bereich des begleitend angebotenen Coachings sowie Betreiber von Studentenheimen (Akademikerhilfe). Das Coaching- bzw. Mentoring-Programm solle eine rasche Integration der Jungakademikerinnen und Jungakademiker in Kärnten fördern.

„Gewinner der Binnenwanderung in Österreich sind die großen Städte und ihr Umland. Mit unserer Initiative wollen wir dem negativen Binnenwanderungssaldo entgegenwirken“, sagt Schaunig. Die Ziele der angehenden Akademikerinnen und Akademiker würden aber nicht nur in den anderen Bundesländern liegen, es ziehe sie unter anderem in die EU-Staaten und nach Nordamerika. „Kärnten hat ein Braindrain-Problem. Ich würde aber lieber von Brain-Circulation sprechen. Nach den nötigen Auslandserfahrungen sollen hochqualifizierte junge Menschen in Kärnten attraktive Karrieremöglichkeiten vorfinden“, wünscht sich Schaunig.

Voraussetzung für eine Förderung im Rahmen von „AkademikerInnenjobs in Kärnten“ ist ein unbefristetes bzw. mindestens sechs Monate dauerndes Dienstverhältnis (Vollzeit bzw. mind. 75 Prozent). Zielpersonen sind Jungakademikerinnen und Jungakademiker bzw. Studierende am Ende des zweiten Studienabschnittes. Es werden 50 Prozent des Bruttogehaltes für einen Zeitraum von bis zu zwölf Monaten gefördert. Die Förderobergrenze beträgt 18.000 Euro pro Dienstnehmer und Unternehmen pro Jahr. Doppelförderungen sind ausgeschlossen und werden vorab geprüft. Laut Schaunig belaufen sich die Kosten pro Fördernehmer auf 12.500 Euro. Für das Programm werden heuer 187.500 Euro und im nächsten Jahr 312.500 Euro vorgesehen, dies entspricht insgesamt 40 Maßnahmenplätzen, wie die Finanzreferentin ausführt.


Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser/LHStv.in Schaunig
Redaktion: Kohlweis/Böhm