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Kärnten leistet Entschädigungszahlungen im Rahmen der Opferhilfe

29.05.2014
LH Kaiser, LHStv.in Prettner: Offizielle Entschuldigung des Landes für Gräueltaten der Vergangenheit
In der Regierungssitzung kommenden Dienstag legt Sozialreferentin LHStv.in Beate Prettner dem Regierungskollegium einen Antrag auf entsprechende Budgetierung der Opferhilfe zur Beschlussfassung vor. Konkret geht es dabei um die Entschädigungsleistungen, die das Land Kärnten jenen Gewalt- und Missbrauchsopfern zuteil werden lässt, die in den 60er und 80er Jahren in Einrichtungen des Landes und der KABEG im Rahmen einer Jugendwohlfahrtsmaßnahme untergebracht waren und schreckliches Unrecht an Körper und Psyche erfahren mussten.

„Von Seiten des Landes Kärnten ist es uns ein Bedürfnis, diesen Betroffenen unser tiefstes Mitgefühl auszudrücken und eine offizielle Entschuldigung im Namen des Landes für die erlebten Grausamkeiten auszusprechen“, betonten heute, Donnerstag, Landeshauptmann Peter Kaiser und Prettner. „Wir werden uns seitens des Landes Kärnten mit aller Vehemenz dafür einsetzen, dass derartige Grausamkeiten nie wieder geschehen können“, bekräftigen der Landeshauptmann und seine Stellvertreterin.

Auch wenn durch die finanziellen Entschädigungen die Vergangenheit nicht ungeschehen gemacht werden kann, so sei dies doch als Teil eines Wiedergutmachungsversuches für die Betroffenen zu verstehen. Sämtliche Fälle der Vergangenheit werden von der eigens eingerichteten und unabhängigen Opferschutzkommission beleuchtet und abschließend hinsichtlich der Höhe der Entschädigungsleistung bewertet. Zudem gibt es für die Betroffenen auch die Möglichkeit, entsprechende Therapieleistungen in Anspruch zu nehmen.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, LHSTv.in Prettner
Redaktion: Schäfermeier/Schmied/Zeitlinger