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Weltnichtrauchertag 2014 - Tabakstrategie für Kärnten in Vorbereitung

30.05.2014
LHStv.in Prettner: Präventionsprogramme werden verstärkt, rauchfreie Gastronomie gefordert
Den morgigen Weltnichtrauchertag 2014 nimmt Kärntens Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner heute, Freitag, zum Anlass, um auf die Gefahren des „blauen Dunstes“ hinzuweisen und für einen verbesserten Nichtraucherschutz in Österreich zu appellieren. „Tabakkonsum gilt nach wie vor als größte einzelne vermeidbare Todesursache weltweit. Die beste Variante ist natürlich, mit dem Rauchen erst gar nicht anzufangen, doch es ist nie zu spät, mit dem Rauchen aufzuhören und Unterstützung beispielsweise über das Rauchertelefon oder die bestehenden Präventionsprogramme in Anspruch zu nehmen“, macht Prettner aufmerksam.

Als unzureichend empfindet die Gesundheitsreferentin die derzeit geltenden Raucher- bzw. Nichtraucherbestimmungen in der Gastronomie. „Die damals getroffene gesetzliche Regelegung muss dringend novelliert werden. Aus meiner Sicht kann das Ziel nur eine komplette Rauchfreiheit in öffentlichen Einrichtungen und Gastronomiebetrieben sein, wobei es nicht um die Verteufelung der Rauchenden geht, sondern in erster Linie um den Schutz der Nichtraucherinnen und Nichtraucher. Auch für Gastronomen wäre eine striktere Regelung in diesem Bereich leichter zu praktizieren“, betont Prettner.

Mit Jahresbeginn 2014 wurde von Prettner zudem der Auftrag zur Entwicklung einer Tabakstrategie für Kärnten erteilt. Die Koordination erfolgt über die Landesstelle Suchtprävention Kärnten. Der Rahmen, in den sich die Tabakstrategie Kärnten eingliedert, sind die zehn Rahmen-Gesundheitsziele für Österreich, die Kinder- und Jugend-Gesundheitsstrategie sowie die sogenannten FCTC-Leitlinien zur Eindämmung des Tabakgebrauchs der Weltgesundheitsorganisation WHO. Eingebunden in die Strategieerarbeitung sind Ärztekammer, Gebietskrankenkasse, Pulmologische Abteilung am Klinikum Klagenfurt, regionale Gesundheitsförderung sowie öffentlicher Gesundheitsdienst.

„Für die Kärntner Tabakstrategie wurde als übergeordnetes Ziel ‚Rauchfreiheit als Normalität‘ formuliert. Im Zuge der Umsetzung sollen relevante Akteure auf Landesebene für die Unterstützung der Umsetzung der FCTC-Leitlinien in der Bundesgesetzgebung sensibilisiert werden. Zudem soll der Schutz vor Passivrauch ausgeweitet werden“, so Prettner. Die ab Jahresbeginn 2015 startende Umsetzungsphase soll beispielsweise Maßnahmen wie die Auszeichnung jugendfreundlicher Gastronomiebetriebe im Hinblick auf rauchfreie Lokale, eine jugendschutzkonforme Abgabe von Tabakprodukten zur Schärfung des Problembewusstseins oder auch die fachliche Begleitung von Schulen auf dem Weg zur „Rauchfreien Schule für ALLE“ enthalten.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Böhm