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POLITIK

LH Kaiser auf Staatsbesuch in Kroatien

31.05.2014
Gespräche mit Ministern sowie Kärntner Unternehmern, die in Kroatien tätig sind
Am kommenden Donnerstag und Freitag, 5. und 6. Juni, wird Landeshauptmann Peter Kaiser nach Kroatien fahren. Dabei ist auch ein Treffen zwischen Kaiser und dem kroatischen Präsidenten Ivo Josipović geplant. Gespräche mit dem Vizechef im Ministerium für die Verwaltung der EU-Fonds, Jaksa Puljiz, mit Wirtschaftsminister-Stellvertreter Alen Leveric und dem stellvertretenden Außenminister Josko Klisovic stehen auf dem Programm. Der Landeshauptmann wird zuvor noch am Donnerstag an der Alpen-Adria-Leadership-Konferenz in Bled teilnehmen.

Ebenfalls geplant ist ein Treffen mit Kärntner Unternehmern in Kroatien sowie mit dem Feuerwehrverbandspräsidenten Kroatiens, Ante Sanader. Der Landeshauptmann wird auch ein Gespräch mit dem stellvertretenden Gespan der Gespanschaft Medimurje führen. Medimurje ist die nördlichste Gespanschaft (Verwaltungsbezirk) Kroatiens. Sie umfasst die Landschaft Medimurje zwischen den Flüssen Drau und Mur an der Grenze zu Slowenien und Ungarn. Medimurje ist auch Teil und damit Kooperationspartner Kärnten‘s innerhalb der Alpen-Adria-Allianz.

Der Landeshauptmann betont, dass man die bereits bestehenden guten Beziehungen zu Kroatien bzw. zu mehreren Gespanschaften, wie Medimurje sowie zu Istrien, weiter ausbauen wolle. Gemeinsam wolle man von einem starken und solidarischen Europa profitieren, die EU habe durch ihre Programme der grenzüberschreitenden Kooperationen enorme Bedeutung. Die vielfältigen Probleme und Herausforderungen seien nur mit Gemeinsamkeit und Solidarität zu bewältigen.

„Kärnten und kroatische Gepanschaften wollen in Zukunft noch intensiver gemeinsam an ihrer wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Weiterentwicklung arbeiten. So wurde kürzlich ein Beschluss über ein Aufnahmeverfahren der kroatischen Region Istrien in die Euregio „Senza Confini“, der kürzlich in Porec im Rahmen einer Versammlung der Euregio-Regionspräsidenten - Landeshauptmann Peter Kaiser (Kärnten), Luca Zaia (Veneto) und Deborah Serracchiani (Friaul-Julisch Venetien) - gefasst. Der Antrag auf Aufnahme wurde vom Präsident der Region Istrien, Valter Flego, gestellt.

„Die Zukunft Europas und damit die Zukunft Kärntens liegt in einer starken Partnerschaft der Regionen. Kärnten hat als Teil der Euregio „Senza Confini“ und der Alpen-Adria Allianz die große Chance, entscheidende Weichenstellungen für eine positive Zukunftsgestaltung vorzunehmen. Viele Anliegen und Herausforderungen, sei es im Bereich der Wirtschaft, des Verkehrs, der Gesundheits- und Sozialversorgung sind grenzüberschreitend gleich oder ähnlich gelagert. Sie lassen sich gemeinsam leichter und effizienter bewältigen und auf europäischer Ebene durchsetzen. Jahrzehntelanges Konkurrenzdenken und Egoismen machen immer mehr einer neuen Solidarität Platz“, so Kaiser.

Die Euregio ‚Senza Confini‘ sei ein nachahmenswertes Beispiel für andere Regionen Europas, wie man sich Herausforderungen der Zukunft gemeinsam stelle und die Potentiale der Partner gemeinsam zum Wohle der Menschen nütze, so der Landeshauptmann. Er verweist auf die gute Kooperation etwa am Beispiel des Verbindungsbüro Kärnten (VBB) in Brüssel, wo man sowohl mit der Vertretung Istriens, der Region Friaul-Julisch Venetien als auch des Kantons Sarajewo in einem Haus situiert ist. Dadurch konnte bereits bei der Vorbereitungsarbeit zur EU-Mitgliedschaft Kroatiens Unterstützung gegeben werden. Die Kooperationen zwischen den Regionen finden auf mehreren Ebenen statt, eine wichtige Rolle spielen dabei der Informationsaustausch und das gemeinsame Netzwerken auf EU-Ebene durch die Verbindungsbüros sowie die 2013 reformierte Alpen-Adria Allianz, die eine Plattform für projektorientierte Zusammenarbeit und people-to-people-Projekte darstellt. Durch die EU-Mitgliedschaft Kroatiens, das nun auch die EU-Programme nutzen kann, wird eine verstärkte Zusammenarbeit möglich, während gleichzeitig bestehende Kooperationen weitergeführt werden können.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Karl Brunner