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Special Olympics: Countdown für „Herzschlag 2014“ läuft

02.06.2014
LH Kaiser: Bei Spielen werden vollwertige sportliche Leistungen erbracht, die Anerkennung und Respekt verlangen
Unter dem Motto „Herzschlag 2014 - gemeinsam er:leben“ finden vom 12. bis 17. Juni 2014 die 6. Nationalen Sommerspiele von Special Olympics Österreich mit internationaler Beteiligung statt. Die Veranstaltungsorte sind Klagenfurt am Wörthersee, Reifnitz, Velden und Villach. Heute, Montag, gab es bei einem Pressegespräch im Sportpark Klagenfurt alle Informationen zu dem großen Ereignis.

„Die Spiele sind viel mehr als nur Spiele, es geht um breite Bewusstseinsbildung für die Themen Sport, Wettkampf und Inklusion“, unterstrich Landeshauptmann und Sportreferent Peter Kaiser, der auch Obmann des ausrichtenden Vereins „Special Olympics Sommerspiele – Herzschlag 2014“ ist. Menschen mit mentaler Beeinträchtigung würden vollwertige sportliche Leistungen bringen. „Ich hoffe, dass durch diese hervorragenden Leistungen der Funke auf die Bevölkerung überspringt, man diese beachtlichen Erfolge anerkennt und dadurch auch mehr Lebensmut und Freude im eigenen Leben erhält“, sagte Kaiser. Sichergestellt sei die Anwesenheit des offiziellen Kärntens bei jeder Siegerehrung, wodurch der Respekt vor dem Geleisteten dokumentiert werde. Ganz besonders hervorgehoben hat der Landeshauptmann die großartige Arbeit von Generalsekretärin Birgit Morelli und ihrem Team.

„Solche Veranstaltungen werden gebraucht, damit Inklusion und Integration gelebt werden“, betonte Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider.

Hermann Kröll, Präsident von Special Olympics Österreich und Anton Henckel-Donnersmarck, Obmann der Lebenshilfe Kärnten, dankten dem Landeshauptmann und dem Klagenfurter Bürgermeister für die Unterstützung. „Es ist außergewöhnlich erwähnenswert, dass es gelungen ist, diese Spiele in Kärnten zu organisieren. Sie tragen dazu bei, die Menschen mit mentaler Beeinträchtigung vom Rand in die Mitte zu rücken“, so Kröll. Henckel-Donnersmarck verwies auf das Gesundheitsprojekt der Lebenshilfe, das allen Klientinnen und Klienten die Möglichkeit gebe, Sport zu betreiben.

An der Pressekonferenz teilgenommen haben von der Lebenshilfe Kärnten auch Alexander Radin (Sportler) und Elke Wabnegger, (Volunteer). Radin berichtete, dass er bei den Laufbewerben (1.500 und 3.000 Meter) mitmachen werde und sich schon sehr auf die Begegnung mit seinen sportlichen Freunden freue. Wabnegger wird nach ihrer erfolgreichen Teilnahme 2010 bei den Wettkämpfen in St. Pölten – sie holte Gold im Laufen und Silber im Schlagball – bei den Spielen in Kärnten in der Organisation mithelfen.

In den 1960er Jahren begann Eunice Kennedy-Shriver, Menschen mit mentaler Behinderung die Ausübung von Sport zu ermöglichen. 1968 fanden in Chicago die ersten Wettkämpfe statt. Heute ist Special Olympics die weltweit größte Organisation für Menschen mit mentaler Behinderung und bietet 4,5 Millionen Athleten in 175 Ländern sowohl Training als auch sportliche Wettkämpfe. Im Zweijahres-Rhythmus werden Nationale Sommer- und Winterspiele bzw. Weltspiele organisiert. In Österreich gibt es Special Olympics seit 1993. In Kärnten werden vom 12. bis 17. Juni 2014 rund 2.150 Sportlerinnen und Sportler sowie Trainer aus ganz Österreich und Delegationen aus dem Ausland in 17 Einzel- und Mannschaftssportarten dabei sein – und das an zwölf Sportstätten. Die Sportarten sind Basketball, Beachvolleyball, Boccia, Bowling, Fußball, Golf, Judo, Leichtathletik, Motor Activities Training Program (MATP), Powerlifting, Radsport, Reiten/Voltigieren, Schwimmen, Segeln, Stocksport, Tennis und Tischtennis.

(I N F O: www.herzschlag2014.at)


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Ulli Sternig
Foto: LPD/Gert Eggenberger