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Land Kärnten ehrte Wasserretter und Feuerwehrleute für engagierten Auslandseinsatz

04.06.2014
LH Kaiser, ÖWR Kärnten-Präsident Rohr und LFK Meschik überreichten Ehrenurkunden und Verdienstzeichen – Vereinbarung zu Katastrophenhilfszügen unterzeichnet
Verheerendes Hochwasser in Bosnien-Herzegowina, Serbien und Kroatien, eine dramatische Schnee- und Eiskatastrophe in Slowenien – Kärntens Nachbarn wurden durch Naturkatastrophen vor schwierige Herausforderungen gestellt und hatten auch zahlreiche Opfer und große Schäden zu beklagen. Heute, Mittwoch, ehrte und bedankte das Land Kärnten seine Freiwilligen von der Österreichischen Wasserrettung (ÖWR) Kärnten und den Kärntner Feuerwehren, die den Menschen in den betroffenen Gebieten zur Hilfe geeilt sind. Katastrophenschutz- und Feuerwehrreferent Landeshauptmann Peter Kaiser sowie Landesfeuerwehrkommandant Josef Meschik unterzeichneten im festlichen Rahmen zudem eine Vereinbarung zum Einsatz der Katastrophenhilfszüge.

Kaiser dankte den Wasserrettern und Feuerwehrleuten im Namen des gesamten Regierungskollegiums sowie der Kärntner Bevölkerung. „Was ihr bei euren Auslandseinsätzen geleistet habt, ist alles andere als selbstverständlich und wohl mehr wert als politische Kontakte oder Freundschaftsverträge“, meinte er. Er berichtete, dass es bei seinen Besuchen in Slowenien von hohen offiziellen Stellen Dank für die nachbarschaftliche Hilfe in der Not gegeben habe. Auch beim „Tag der Freiwilligkeit“ in Italien habe man für die Kärntner Unterstützung beim Waldbrand auf der Montasio Alm gedankt. Der Landeshauptmann erwähnte weiters die erfolgreiche grenzüberschreitende Kooperation bei Übungen wie unlängst im Rahmen des EU-geförderten „GOAL“-Projektes. „Wir sind sehr stolz auf euch, ihr leistet ungemein viel für unser Land und seine Menschen“, betonte er.

Kärntens Wasserrettungspräsident Reinhart Rohr sprach ebenfalls die gelebte Nachbarschaft im Alpen-Adria-Raum an. Die gegenseitige Hilfe im Katastrophenfall sei ein wichtiger Bestandteil davon. „Wir wissen, was wir an unseren Freiwilligen haben und Kärntens Bevölkerung weiß eure Leistungen zu schätzen“, so Rohr. Landesfeuerwehrkommandant Meschik betonte, dass es neben dem rein operativen Einsatz auch wichtig ist, den Menschen das Gefühl zu geben, dass in der höchsten Not jemand für sie da ist.
Geehrt wurden 16 Kärntner Wasserretter, die in zwei Trupps vom 16. bis 25. Mai im bosnischen Orasje und Umgebung im Einsatz waren. Im für sie unbekannten Gebiet und unter großen Gefahren, u.a. vor allem durch Minen, evakuierten sie Bewohner, retteten Tiere und führten Erkundungen durch. In Serbien und Kroatien standen vom 17. bis 21. Mai sechs Blauröcke der FF Peratschitzen, FF Stein im Jauntal und FF Paternion gemeinsam mit Feuerwehren aus anderen Bundesländern im Einsatz. Sie alle erhielten Ehrenurkunden des Landes. Katastrophenverdienstzeichen des österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes gab es für 16 Kärntner Feuerwehrleute, die im heurigen Feber ebenfalls gemeinsam mit Wehren anderer Bundesländer in Slowenien Kameradschaftshilfe geleistet haben.

Die heute unterzeichnete Vereinbarung zwischen dem Land Kärnten und dem Kärntner Landesfeuerwehrverband schafft für die Feuerwehren Rechtssicherheit, wenn sie im Rahmen der Katastrophenhilfszüge über Bezirksgrenzen hinweg eingesetzt oder zu Hilfseinsätzen in anderen Bundesländern oder im Ausland gerufen werden. Durch die Vereinbarung wird nämlich die Tragung der Einsatzkosten genau geregelt, ebenso regelt sie die soziale Absicherung der Einsatzkräfte und die Kostentragung bei Personen- und Sachschäden. Meschik sprach diesbezüglich von einem Mehrwert für die Kärntner Feuerwehren. Derzeit gibt es in Kärnten zwei Katastrophenhilfszüge, drei weitere befinden sich im Aufbau und sollen im Herbst bereitstehen.

Gesanglich umrahmt wurde die Ehrung von den „Stimmen der Polizei Klagenfurt“. Ebenfalls anwesend waren Landeskatastrophenschutzbeauftragter Egon Rauter und Wasserrettungslandesleiter Heinz Kernjak.

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Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: LPD/fritzpress