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LH Kaiser in Kroatien: Erfahrungsaustausch zwischen Kärnten und dem jüngsten EU-Mitglied

06.06.2014
Gespräch mit stellvertretendem Minister für regionale Entwicklung – Heute Treffen im Wirtschafts- und Außenministerium und mit Feuerwehrverband
Bilaterale Arbeitsgespräche führt Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser zur Zeit in Zagreb. Kroatien ist bekanntlich seit knapp einem Jahr EU-Mitglied. Gestern, Donnerstag, fand ein wichtiges Gespräch mit Jakša Puljiz, dem stellvertretenden Minister für Regionalentwicklung und EU-Fonds, statt.

Kaiser berichtete über die 20-jährige Erfahrung in der EU, in der Kärnten Nettoempfänger war und ist. „Kroatien kann von der Erfahrung Kärntens profitieren“, sagte der Landeshauptmann. Zudem betonte Kaiser die Rolle der EU als alternativloses Friedensprojekt, aus dem alle Mitglieder Nutzen ziehen könnten.

Ein wichtiges Thema war auch die Jugendarbeitslosigkeit, die in Kroatien bei 50 Prozent liegt. Der Vorschlag Kaisers, dagegen unter anderem durch Steuergerechtigkeit in Europa entgegenzuwirken, stieß bei Puljiz auf Unterstützung. Kroatien versucht diesem negativen Trend der Jugendarbeitslosigkeit durch die Unterstützung junger Menschen bei der Gründung von Firmen zu begegnen. Wobei Kaiser darauf hinwies, dass diese jungen Unternehmer auch einer guten sozialen Absicherung bedürfen. Donnerstagabend gab es noch Diskussionen mit österreichischen Unternehmern.

Empfangen wurde der Landeshauptmann von Botschafterin Andrea Ikic-Böhm, die ihn über die wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Aspekte in Kroatien informierte.

Heute, Freitag, stehen noch Treffen mit Zoran Vidović, dem Repräsentanten des Gespans von Medjumurje, Alen Leverić, dem stellvertretenden Wirtschaftsminister, und Joško Klisović, dem stellvertretenden Minister für auswärtige und europäische Angelegenheiten, am Programm. Der Landeshauptmann wird sich auch gemeinsam mit Landesfeuerwehrkommandant Josef Meschik mit Ante Sanader, dem Präsidenten der kroatischen Feuerwehrgemeinschaft, und weiteren Vertretern der kroatischen Feuerwehren treffen.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Gerd Kurath
Foto: LPD/fritzpress