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125 Jahre Volksschule Klein St. Paul

13.06.2014
LH Kaiser gratulierte zum Schuljubiläum – Lernort Schule soll zum Lebensort werden
125 Jahre alt ist die Volksschule Klein St. Paul, was heute, Freitag, mit einem bunten Fest unter Beteiligung der Kinder sowie der Feuerwehr und Vereine der Gemeinde groß gefeiert wurde. Unter den Gratulanten waren auch Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser und der amtsführende Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger. 1889 wurde die Schule mit 136 Schülern in zwei Klassen eröffnet. Aktuell besuchen 68 Kinder vier Klassen, im kommenden Schuljahr werden 75 Kinder in fünf Klassen erwartet.

Kaiser freute sich, dass er bei seiner Ankunft im Görtschitztal so viele Kinderwägen gesehen hat. „Die gute Zukunft der Schule scheint gesichert“, meinte er augenzwinkernd. Er wollte die Gedanken der Anwesenden aber auch auf die Gründungszeit der Schule zurückrichten. Damals hätten die Kinder neben der Schule auch noch vor allem auf den Bauernhöfen hart mitarbeiten müssen. Man habe sich seitdem vieles „erkämpft“ und vor allem Bildung sei es, die die Lebensumstände der Menschen verbessere. „Kärnten ist kein reiches Land, aber wir wollen unseren Kindern das bestmögliche Rüstzeug mitgeben“, so Kaiser, für den Bildung die „Hauptspeise des Lebensmenüs“ ist. Er strich die enge Verbundenheit von Volks- und Neuer Mittelschule, Kindergarten und Musikschule in Klein St. Paul hervor. „Ihr nehmt hier schon vorweg, was wir in Kärnten schaffen wollen. Nämlich den Lernort Schule zu einem Lebensort zu machen“, betonte er. Als Geschenk hatte der Landeshauptmann einen „Korb mit geistiger Nahrung für die Kinder“ (Bücher) dabei.

Bürgermeister Hilmar Loitsch sagte, dass eine Schule nicht alt werde: „Eine Schule bleibt immer jung, weil sie von den Kindern mit Leben erfüllt wird.“ Er erklärte, dass nach der Errichtung der Schule 1889 im Jahr 1906 ein zweiter Teil angebaut wurde. Die vielen Kinder der Arbeiter in den Wietersdorfer Werken hätten dies notwendig gemacht. 1930 sei dann ein dritter Teil angebaut worden, von 1949 bis 1952 die Haupt- bzw. jetzige Neue Mittelschule. „Vor 30 Jahren kam noch der Kindergarten dazu, womit wir hier quasi eines der ersten Bildungszentren Kärntens hatten“, sagte der Bürgermeister.

Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger betonte die Bedeutung der Volksschule als Zelle der Bildung. Lesen, Schreiben, Sprechen seien Schlüssel für die Entwicklung eines Kindes. In diesem Sinne dankte er dem Volksschulteam in Klein St. Paul für die engagierte Sprachförderung. Weitere Grußworte sprach Bezirksschulinspektor Franz Fister, Schulleiterin Barbara Schachner führte durch das Programm und gab einen Einblick in die Schulchronik. Musikalisch und mit tollen Aufführungen umrahmt wurde die Feier von den Kindern der Volksschule, Neuen Mittelschule sowie Musikschule „Norische Region“. Die Segnung erfolgte durch Pfarrer Jacek Wesoly.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: LPD/Eggenberger