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Unsere Arbeitswelt wird immer digitaler

16.06.2014
LH Kaiser diskutierte bei Veranstaltungsserie „Ich bin online“ über neue Technologien in der Arbeitswelt von morgen

Sind Jugendliche auf die digitale Arbeitswelt vorbereitet? Welche Skills werden benötigt? Ist unser Bildungssystem darauf vorbereitet? Mit diesen und vielen anderen Fragen beschäftigte sich heute, Montag, die Veranstaltung „Ich bin online“ in der WIFI Klagenfurt. Mit dabei war auch Bildungsreferent LH Peter Kaiser. Er diskutierte im Rahmen eines Eröffnungstalks mit Wirtschaftskammer Kärnten Präsident Franz Pacher, Martin Zandonella (Spartenobmann Information und Consulting, WK Kärnten) dem amtsführenden Präsidenten des Landesschulrates Rudolf Altersberger, Christian Rupp (Bundeskanzleramt, Sprecher Plattform digitales Österreich) Gerald Martinetz (Fabasoft) und Walter Liebhart (ilogs) über neue Technologien in der Arbeitswelt von morgen.

Die neuen Internet- und Kommunikationstechnologien seien eine große Chance für die junge Generation: „Sie ist mit ihr aufgewachsen, hat einen anderen Zugang und die IT-Branche ist ein großer Aufgabenbereich mit einem enormen Potential und Jobaussichten. Wir brauchen künftig in Kärnten Zugpferde und junge Leute. Der IT-Bereich des Landes, auch in Leibetrieben, soll von jungen Leuten aus Kärnten genützt werden“, stellte der Landeshauptmann fest. Er verhehlte jedoch nicht, dass man die Entwicklung der neuen Informationstechnologien und Medien bewusster verfolgen sollte und wenn nötig auch kritisch zu hinterfragen habe, da man zunehmend überall ortbar und stellbar sei.

Er selber habe bereits früh begonnen, neue Informationstechnologien wie Twitter und Facebook zu nutzen. „Der Vorteil ist, egal wo du dich aufhältst, du kannst überall arbeiten. Nicht immer von Vorteil ist, dass man überall erreichbar und feststellbar ist“, so Kaiser.

Altersberger stellte fest, dass sämtliche Schülerinnen und Schüler bei den neuen Technologien bestens ausgestattet seien. „Sie gehören mit der Software mehr vernetzt und alle Schüler sollten Kompetenz und Selbstverantwortung lernen“, forderte der amtsführende Präsident. Durch den Einsatz digitaler Kommunikationstechnologien habe sich auch im Bildungswesen eine neue Dimension aufgetan. „Es gilt, diese neuen Technologieressourcen positiv zu nutzen und mit ihnen vernünftig umzugehen, auch im Unterricht“. Als positives Beispiel nannte er den Ideenwettbewerb innovation@school, bei dem drei Kärntner Teams Bundessieger stellten.

Pacher brach eine Lanze für die neuen IT-Technologien. „Sie sind unaufhaltsam, man sollte sie sinnvoll einsetzen und an die Menschen bringen, um einen Nutzen zu ziehen und man solle keine Angst vor ihnen haben“, betonte der WK-Präsident.

IT-Berufsgruppensprecher Zandonella stellte fest, dass Kärntner IT-Dienstleister nach wie vor auf der Suche nach jungen Talenten und Spezialisten seien, die IT nicht nur konsumieren, sondern auch wissen wollen, wie sie funktioniert. „Bei uns sind derartige Leute noch Mangelware. Bis 2020 werden in Europa eine Million IT-Spezialisten gesucht“, teilte er den Schülern und Lehrern mit. Ausbaufähig sei auch der Frauenanteil, der derzeit in Österreich bei zehn bis 15 Prozent liege. „Die neuen IT-Technologien sind die Chance, mitzugestalten“, so der Spartenobmann.

Rupp berichtete, dass die neuen Technologien auch in der Verwaltung und im Gesundheitswesen immer mehr zum Einsatz kommen würden und nannte die elektronische Steuerveranlagung. „Dadurch ersparen wir uns Amtswege“. Gleichzeitig brach er eine Lanze für das innovative Lernen.

Die Unternehmer Martinetz und Liebhart waren sich einig, dass bei IT-Arbeitgebern das Umfeld stimmen müsse und dass der Servicegedanken immer mehr im Vordergrund zu stehen habe. „Wenn man sich wohl fühlt am Arbeitsplatz, steigen das Wissen und die Kompetenz. Wir brauchen junge Leute aus Kärnten“, lautete ihr Aufruf.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotohinweis: LPD/Peter Just