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POLITIK

Regierungssitzung 5: Kultur und Energie

17.06.2014
LR Benger und LR Holub berichteten über Themen ihrer Referate
Im Mittelpunkt der Berichte von Landesrat Christian Benger und Landesrat Rolf Holub beim Pressefoyer nach der Regierungssitzung standen heute, Dienstag, Kultur und Energie. Großes Thema, obwohl der Punkt von der Tagesordnung der Regierungssitzung genommen wurde, war auch die Pilzschutzverordnung.

„Ich liebe und schätze Kunst und Kultur und gehe dieser Szene daher auch offen und ehrlich entgegen“, betonte Benger in Zusammenhang mit seinem ersten Auftritt als Kulturreferent bei der Sitzung des Kärntner Kulturgremiums am Nachmittag. Dort werde heute die Wahl des neuen Vorsitzenden stattfinden, so Benger. Er wolle ein konstruktives sowie sachliches Klima und seine Richtlinien seien Transparenz und Nachvollziehbarkeit. „Hier gibt es in Kärnten großen Nachholbedarf, aber Transparenz muss man leben, damit die Diskrepanz zwischen Kultur und Politik geschlossen wird.“ Förderungen müssten dorthin gelangen, wo sie hingehören - nämlich zu den Kulturschaffenden. „Ich bin offen für die freie Szene bis hin zur Volkskultur. Dabei baue ich sehr stark auf Selbstbestimmung und bin gegen Zentralismus sowie Bevormundung“, sagte der Kulturreferent. Er berichtete außerdem, dass er gerade die Förderbestimmungen in den anderen Bundesländern ausarbeiten lasse. „Ich strecke meine Hand aus, denn mir liegt die Kulturszene sehr am Herzen und es wird am Schließen der Lücke zwischen Kultur und Politik beschleunigt gearbeitet“, so Benger.

Zur Pilzverordnung meinte der Land- und Forstwirtschaftsreferent, dass der Schutz der Natur gewährleistet sein müsse. Es sei im Sinne aller, dass die Tage und die Menge fürs Schwammerlpflücken geregelt seien. In Italien wäre dies noch stärker reglementiert. „Wir müssen an diesen Bereich aber mit Hausverstand herangehen zum Schutz der anderen Naturnutzer.“ Es könne nicht sein, dass in manchen Teilen Kärntens Autoschlangen im Wald stünden und Menschen durch den Wald ziehen und alles niedergrasen.

„Heute ist ein großer Tag für die Energie in Kärnten“ sagte Holub und berichtete vom Energiemasterplan, der ein aktives Bekenntnis zum Klimaschutz sei und die „Energiewende“ in Kärnten zum Ziel habe. Präsentiert werde der Energiemasterplan Kärnten am Montag, 23. Juni, im Konzerthaus Klagenfurt. Rund 200 Expertinnen und Experten in Arbeitsgruppen und die Bevölkerung aus 121 Kärntner Gemeinden hätten sich seit Oktober eingebracht und ein Jahr daran gearbeitet. „Im Mittelpunkt werden Solar- und Dämmstoffoffensiven stehen sowie bewusstseinsbildende Maßnahmen. Außerdem wird immer evaluiert“, kündigte der Energiereferent an.

In Bezug auf die Pilzschutzverordnung erklärte Holub, dass die Stellungnahme der Landwirtschaftskammer noch aufgenommen werden müsse. „Es werden diesbezüglich noch Gespräche geführt, aber es ist möglich, Pilze, die nicht geschützt sind, ganzjährig zu suchen“, sagte der Umweltreferent.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger, LR Holub
Redaktion: Ulli Sternig