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POLITIK

LH Kaiser trifft in Brüssel EU-Kommissar László Andor

20.06.2014
Strategien gegen Jugendarbeitslosigkeit gemeinsam erarbeiten – Teilnahme bei Plenarsitzung des Ausschusses der Regionen – Kärnten-Empfang im Verbindungsbüro
EU-Referent Landeshauptmann Peter Kaiser reist in der nächsten Woche wieder nach Brüssel. In der Hauptstadt Europas will er für Kärnten wichtige Themen aufs Tapet bringen. Er wird an der 107. Plenartagung des Ausschusses der Regionen (AdR) teilnehmen und mit László Andor, dem EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration, sprechen. Kaiser geht es u.a. darum, Strategien gegen die Jugendarbeitslosigkeit zu forcieren. Empfangen wird der Landeshauptmann auch von Österreichs Botschafter in Belgien, Karl Schramek. Mit hochrangigen internationalen Persönlichkeiten wird er beim Kärnten-Empfang im Verbindungsbüro zusammentreffen.

„Europa kann enorm viel für die Menschen bewegen, vor allem auf der Ebene der interregionalen Zusammenarbeit. In Kärnten leben wir es ja durch unsere engen Partnerschaften mit den Nachbarn vor. Wir setzen – unter wesentlicher Mitfinanzierung der EU – konkrete Projekte von Infrastruktur über Bildung, Tourismus bis hin zum Sozialen und zur Gesundheit gemeinsam um. Im Schulterschluss können aber auch schwierige Herausforderungen wie vor allem Arbeitslosigkeit gemeistert werden“, betont Kaiser.

Mit dem aus Ungarn stammenden EU-Kommissar Andor wird Kaiser in einem persönlichen Gespräch über aktuelle europäische Probleme im Sozialbereich diskutieren und Lösungsansätze im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit erörtern. Als einen Kärntner Lösungsansatz will der Landeshauptmann dem Kommissar die „Lehre mit Matura“ vorstellen.

Im Rahmen der 107. Plenartagung feiert der AdR sein 20-jähriges Bestehen. Seine 353 Mitglieder verleihen den Interessen der Regionen und Gemeinden auf der europäischen Ebene sowie innerhalb der Mitgliedstaaten eine stärkere Stimme. Auf der Tagesordnung des AdR stehen eine integrierte europäische Städteagenda, Mobilität und Umwelt in der Stadt, die künftige EU-Politik in Justiz und Inneres, ein europäisches Netz der Arbeitsvermittlungen oder eine EU-Strategie zur Bekämpfung der Obdachlosigkeit. Zudem werden vom AdR der Präsident, der erste Vizepräsident und weitere Präsidiumsmitglieder gewählt. Für Kaiser von besonderer Bedeutung ist auch der Tagesordnungspunkt zur EU-Strategie für den adriatisch-ionischen Raum. Er sieht nämlich enormes Potential in den transnationalen Kooperationsprogrammen im Rahmen der sogenannten Makroregionen.

Der Kärnten-Empfang im von Martina Rattinger geleiteten Verbindungsbüro findet am Mittwochabend statt. Es liegen bereits zahlreiche Anmeldungen von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien vor. Die erwarteten Gäste kommen nicht nur aus den österreichischen, sondern auch den deutschen Bundesländern. „Wir wollen Kärnten als sympathischen, innovativen und dynamischen Standort präsentieren“, erklärt der Landeshauptmann.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Markus Böhm