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Nationalparkkuratorium und Nationalparkkomitee tagten in Nationalparkgemeinde Mallnitz

20.06.2014
LR Ragger: Für Jahr 2014 stehen rund drei Millionen Euro zur Verfügung
Das Nationalparkkuratorium traf sich unter Vorsitz von Nationalparkreferent LR Christian Ragger am vergangenen Mittwoch im BIOS Nationalparkzentrum Mallnitz zur 8. Sitzung, um über wesentliche Angelegenheiten des Nationalparks Hohe Tauern zu diskutieren und zu entscheiden. Die Themen der Sitzung waren der Tätigkeitsbericht und Rechnungsabschluss für das Rechnungsjahr 2013, der Voranschlag 2015 sowie eine vorausschauende Planung für die neue EU-Programmperiode 2014 – 2020.

Diskutiert wurde auch über den Ausbau und die Weiterentwicklung der Nationalpark-Infrastruktur. Als Beitrag zur Einsparung bei den Verwaltungskosten ist vorgesehen, die derzeit zwei Bürostandorte zusammenzulegen. Das BIOS soll als Bildungszentrum weiter ausgebaut werden. Die Gemeinde Heiligenblut plant bei der Ortseinfahrt in Kooperation mit dem Nationalpark die Errichtung eines Welcome Centers mit einer Steinbockausstellung.

„Das Zulassen der natürlichen Entwicklung von Ökosystemen ist das oberste Ziel in der Kernzone, während in der Außenzone die Erhaltung der Kulturlandschaft angestrebt wird“, betont Ragger.

„Zu den Standardaufgaben des Nationalparks zählen unter anderem die Betreuung unserer Wildtiermanagementflächen, die vielfältigen Besucher- und Schulprogramme, die durch unsere Ranger durchgeführt werden, die Initiierung und Durchführung von wissenschaftlichen Vorhaben, die Abwicklung von Förderungsprojekten, etc.“, lässt Nationalparkdirektor Peter Rupitsch wissen. Ein weiterer Schwerpunkt ist das BIOS Nationalparkzentrum Mallnitz mit seinen Seminar- und Ausstellungsprogrammen. Insgesamt werden heuer 14 Fortbildungsveranstaltungen für unterschiedliche Zielgruppen (LandwirtInnen, JägerInnen, PädagogInnen) angeboten. „Der Nationalpark vor 100 Jahren“, so lautet das Motto der diesjährigen Sonderausstellung.

Im Anschluss an die Kuratoriumssitzung fand die 38. Sitzung des Nationalparkkomitees statt. Dabei wurden 14 Förderprojekte in Höhe von rund 300.000 Euro beschlossen. Ein wichtiges Projekt ist die laufende Instandhaltung der Nationalparkinfrastruktur und der Wanderwege (600 km Wanderwege und 18 Lehrpfade). Die Besucherinformation und -lenkung in Kooperation mit den örtlichen Tourismusorganisationen sichert jährlich rund 15 Saisonarbeitsplätze in den sieben Nationalparkgemeinden.


Rückfragehinweis: Büro LR Ragger
Redaktion: Reiter/Böhm 
Fotohinweis: NP Hohe Tauern