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Appell nach Hagelunwetter: Bauern sollen Flächen versichern

24.06.2014
LR Benger: Schadenserhebungen nach Hagel-Unwetter in Kärnten haben sofort begonnen – Bund und Land tragen zusammen 50 Prozent der Hagelversicherungsprämie
Vom Hagelunwetter gestern, Montag, waren vor allem Klagenfurt und Umgebung sowie der Raum Mittelkärnten betroffen. „Es liegen Meldungen vor, dass wir mit enormen Schäden bei Mais und Getreide rechnen müssen“, sagt Agrarlandesrat Christian Benger. Das Team der Hagelversicherung ist noch gestern am späten Nachmittag im Raum Glanegg eingetroffen, um sofort mit der Schadenserhebung zu beginnen. Der Mais könnte laut Benger noch auswachsen, das Getreide sei jedoch vernichtet, da es in 14 Tagen eingebracht hätte werden sollen. Auf diesen Flächen könnten die betroffenen Landwirte höchstens noch Grünfutter anbauen.

90 Prozent der Getreide- und Maisfelder seien in Kärnten versichert. Insgesamt würden im Jahr vier Millionen Euro an Prämien an die Hagelversicherung bezahlt. 50 Prozent der Prämien tragen laut Benger die Landwirte, die weiteren 50 Prozent würden von Bund (1 Mio. Euro) und Land Kärnten (1 Mio. Euro) finanziert. „Daher appelliere ich an die Landwirte: Bitte versichern. Die Wetterlagen werden immer unvorhersehbarer, die Zahl der Unwetter und die damit verbundenen Schäden nehmen zu“, erklärt der Agrarlandesrat und erinnert an die Hochwässer, Dürre und zahlreichen anderen Hagel-Unwetter der letzten Jahre.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Böhm