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WIRTSCHAFT

Spatenstich für High Tech Campus Villach

26.06.2014
LH Kaiser: Hier entstehen Zukunftsperspektiven für Kärnten und Europa – HTC soll 500 neue Arbeitsplätze bis 2024 schaffen
Kärnten setzt einen weiteren Schritt auf seinem Zukunftsweg und will sich mit Innovation im internationalen Standortwettbewerb profilieren. Heute, Donnerstag, erfolgte der Spatenstich für den ersten Bauabschnitt des High Tech Campus (HTC) Villach. Damit startet die vierstufige Erweiterung des Technologieparks Villach (tpv). Bis 2024 will man insgesamt 16.000 Quadratmeter errichten und 500 neue Arbeitsplätze in Forschung und Entwicklung sowie Produktionstechnologien schaffen.

Landeshauptmann Peter Kaiser kam direkt aus der Europahauptstadt Brüssel zuerst zur Präsentation der großen Investition der Infineon Technologies AG und danach zum HTC-Spatenstich nach Villach. Er betonte, dass man hiermit nicht nur Zukunftsperspektiven für die Draustadt und Kärnten, sondern auch für Österreich und Europa schaffe. Mit dem Triple-I aus Innovation, Investition und Internationalität gelte es, nachhaltig dem Triple-A aus Arbeitslosigkeit, Abwanderung und Armut entgegenzuwirken.

Kaiser verwies auf die Wichtigkeit, Kräfte u.a. im Rahmen der FTI-Strategie des Landes (Forschung, Technologieentwicklung, Innovation) oder der Agenda 2020 der EU zu bündeln und auch Fördermittel zielgerichtet abzuholen. Auch in der Bildung würden weiter Akzente gesetzt, etwa über die Kärntner Hochschulkonferenz. „Wir müssen die Skills, Fertigkeiten und Kompetenzen für die vierte industrielle Revolution schärfen“, so Kaiser.

Hans Schönegger als Geschäftsführer der Kärntner Betriebsansiedlungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH (Babeg) sagte, dass man nicht nur den Technologiepark Villach ausbaue, sondern auch Kärnten als Wirtschafts-, Bildungs- und Technologiestandort. Für einen „zusätzlichen Drive“ und erhöhte Sichtbarkeit am globalen Markt, verbinde man die Stärken der „Twin-Cities“ Klagenfurt und Villach, also die Industriebetriebe, Forschungseinrichtungen, den tpv, den Lakesidepark, die Fachhochschule und die Universität.

Villachs Bürgermeister Helmut Manzenreiter strich die Bedeutung des High Tech Campus für den tpv hervor und zeigte sich von einer guten Entwicklung der Wirtschafts- und Beschäftigungssituation in Villach überzeugt. Er verwies zudem auf das Ausbildungs- und Bildungskonzept der Stadt, das mit der neuen Lehrwerkstätte im Technologiepark seinen Abschluss finde.

Vorgestellt wurde das Bauprojekt von Architekt Alfred Bramberger, der die besonders gute und rasche Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden hervorstrich. Inspiriert habe die Planer die angrenzende Aulandschaft im Draubogen. Der erste Bauabschnitt des HTC Villach umfasst 4.000 Quadratmeter und soll bis Mitte 2015 fertiggestellt sein. Die Errichtungskosten von acht Millionen Euro werden durch Eigenmittel des Landes Kärnten und der Stadt Villach, Zuschüsse des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF) sowie Kredite aufgebracht.

Ziel ist es, mit dem HTC Innovationsleistungen auf Spitzenniveau in Mikro-Elektronik/Mechatronik und Sensorik/Aktorik hervorzubringen. Der Campus soll zudem attraktiver Bildungs- und Arbeitsort für junge Menschen sein und Gründer anlocken. Ein geplanter Reinraum soll nicht nur der Carinthian Tech Research AG (CTR), sondern auch forschenden Unternehmen für deren Projektentwicklungen zur Verfügung gestellt werden.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser; Babeg
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: LPD/fritzpress/Höher