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Natura 2000: EU-Chefverhandler Vassen brachte Licht ins Dunkel

09.07.2014
LR Benger: Info-Gespräch über Ausweitung Natura 2000 brachte Entspannung - EU hat keine Flächenforderungen gestellt - Grundstückseigentümer werden eingebunden
Die von der EU vorgeschriebene Ausweitung der Natura 2000-Gebiete hat zahlreichen Erklärungsbedarf aufgeworfen. „Betroffen von dieser geplanten Ausweitung sind die Wirtschaft, das Gewerbe, jede Betriebsansiedelung, der Tourismus und die Land- und Forstwirtschaft. Daher ist Aufklärung nötig“, sagt LR Christian Benger.

Auf seine Initiative hin hat gestern, Dienstag, in Klagenfurt ein Arbeitsgespräch stattgefunden, zu dem die betroffenen Kompetenzzentren des Landes und die Landwirtschaftskammer eingeladen waren.

„Es ist mir gelungen, für diesen Arbeitstermin den Chef-Verhandler zum Thema Natura 2000 und Vertreter in der EU-Kommission Frank Vassen nach Kärnten einzuladen. Vassen hat heute bei diesem Termin die Problematik detailliert erläutert und konnte vor allem Ungereimtheiten ausräumen“, so Benger.

Demnach habe sich laut Benger die Situation grundlegend entschärft. „Denn die EU hat nie eine Flächenforderung gestellt. Sondern es geht um die Einzeldarstellung von besonderen Schutzgütern“, berichtet Benger. Kärnten muss also nicht rigoros Flächen nach Brüssel melden, sondern nur punktuelle Schutzgüter.

Zugesichert sei laut Benger weiters, dass die Grundstückseigentümer in die punktuell zu ermittelnden Schutzgüter ab der Ersterhebung eingebunden sind. „Das bedeutet, dass die Ausweisung von einzelnen Schutzgütern präzise in einer Einzelbetrachtung erfolgen muss. Denn jede Unter-Schutz-Stellung bedeutet Nutzungseinschränkungen und -verbote für die Betriebe, den Tourismus, die Landwirtschaft“, erklärt Benger.

Zur weiteren Vorgangsweise:
Die Naturschutzbehörde des Landes hat bis September 2014 eine erste Liste der neuen Schutzgüter vorzulegen. Im Frühjahr 2015 erfolgt ein Bewertungsseminar und danach ist eine zweite Meldetranche eingeplant bis zum Herbst 2015. Das Verfahren sollte 2016 abgeschlossen sein.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch