News

LOKAL

Positive Zukunft für Naturjuwel Nockberge

09.07.2014
LR Ragger: Generalvergleich mit Grundeigentümern garantiert gemeinsame Entwicklung im Einklang mit der Natur
Nach sieben Jahren konnten die Differenzen bezüglich der Entschädigungen aus dem Vertragsnaturschutz im Biosphärenpark Nockberge beigelegt und das Kärntner Naturjuwel für die Zukunft bestens aufgestellt werden. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz im Schloss Mageregg in Klagenfurt präsentierte heute, Mittwoch, Landesrat Christian Ragger die historische Einigung.

„In mehr als 50 Verhandlungen wurde ein Generalvergleich mit den Grundeigentümern erreicht und sowohl in der Regierung als auch in Biosphärenpark-Kuratoriumssitzung einstimmig abgesegnet“, informiert Ragger. In Summe werden 500.000 Euro an die Grundeigentümer ausgezahlt. Das Land zahlt 450.000 Euro und die Gemeinden steuern 50.000 Euro bei. Diese Einigung ermöglicht ein gemeinsames Auftreten und Vermarktung der einzigartigen Region. So ist es geplant, den Biosphärenpark Nockberge in das EU-Biodiversitätsprogramm einzubinden.

„Mit dem heutigen Tage ist gewährleistet, dass die von der UNESCO ausgezeichnete Modellregion für nachhaltige Entwicklung eine sichere Basis und Akzeptanz bei den Grundeigentümern hat. Einer gemeinsamen Entwicklung im Sinne der Biodiversität steht nichts mehr im Wege“, betont Ragger. Bei der Pressekonferenz anwesend waren auch der Präsident der Landwirtschaftskammer Kärnten, Johann Mößler, der Obmann der Schutzgemeinschaft und Vertreter der Grundeigentümer, Anton Volpini, Biosphärenparkdirektor Dietmar Rossmann sowie die Bürgermeister Karl Lessiak (Ebene Reichenau), Matthias Krenn (Bad Kleinkirchheim), Martin Hipp (Radenthein) und Johann Winkler (Krems)
Landwirtschaftskammerpräsident Mößler hob die gute Gesprächsqualität aller Beteiligten hervor.

„Durch diesen Konsens können wir nun den Blick nach vorne richten und an der Entwicklung dieser Region arbeiten“, so Mößler. In dieses Horn stößt auch Volpini: „Das Miteinander der Menschen im Einklang mit der Biodiversität ist zentrale Aufgabe des Biosphärenparks. Es geht dabei vor allem um eine sinnvolle Nutzung der Schutzflächen“.

Auch Bürgermeister Lessiak sieht als Vorsitzender des Biosphärenparkkomitees Kärnten und Sprecher der betroffenen Gemeinden die große Chance, der Abwanderung aus dem ländlichen Raum durch Initiativen der Modellregion Nockberge entgegenzuwirken. Biosphärenparkdirektor Rossmann hält abschließend fest, dass eine Bündelung aller Kräfte eine deutliche Stärkung des regionalen Wirtschaftskreislaufs bedeute.


Rückfragehinweis: Büro LR Ragger
Redaktion: Reiter/Brunner
Fotohinweis: Büro LR Ragger