News

LOKAL

FH Kärnten: Land legt neue Finanzierungs- und Leistungsvereinbarung bis 2017 fest

11.07.2014
Bildungsreferent LH Kaiser: Mehr Studienplätze im FH-Bereich - Fundierte und praxisnahe Ausbildung in Kärnten – Neuerliche Aufforderung an Bundesregierung, Bundesbeiträge endlich zu valorisieren
 Im Rahmen der nächsten Regierungssitzung, kommenden Montag, wird Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser dem Regierungskollegium die neue Finanzierungs- und Leistungsvereinbarung des Landes mit der Fachhochschule Kärnten vorlegen.

„Bisher gab es zahlreiche Einzelvereinbarungen mit unterschiedlichen Laufzeiten. Die neue Leistungsvereinbarung, ausgenommen sind die medizinisch technischen Dienste und die Hebammenausbildung, läuft bis zum Jahr 2017. Sie beinhaltet definierte Leistungsparameter und Zielvereinbarungen und wird am Ende der Laufzeit evaluiert“, teilte der Landeshauptmann heute, Freitag, mit. Die jährliche Förderung, sie beträgt sieben Millionen Euro, sieht einen weiteren, kontinuierlichen Ausbau der Studienplätze um zehn Prozent vor.

Für den FH-Studienbereich medizinisch technischen Dienste und Hebammenausbildung wird in der Regierungssitzung aufgrund einer anderen Finanzierungsstruktur eine gesonderte Vereinbarung auf fünf Jahre beschlossen. „Wir halten den Budgetfahrplan des Landes im FH-Bereich ein, schaffen künftig mehr Studienplätze und bieten somit eine fundierte und praxisnahe Hochschulausbildung in Kärnten an“, so Kaiser, der seine Aufforderung an die Bundesregierung, die Bundesbeiträge zu valorisieren, erneuert: „Es kann und darf nicht sein, dass der Bund jahrelang keine Anpassung seiner Beiträge vornimmt. Dies belastet die Träger und Länder und hemmt den weiteren Ausbau der FH-Struktur in Österreich.“

Der Bildungsreferent hob auch die Bedeutung des Fachhochschulwesens hervor. „Es hat sich in den letzten 20 Jahren neben den Universitäten zu einer wichtigen, tertiären Bildungseinrichtung in Österreich entwickelt. Studierten 1994 in ganz Österreich weniger als 1.000 Studenten im FH-Bereich, sind es heute über 40.000. Die Fachhochschule Kärnten besuchen derzeit, inklusive medizinisch technischer Berufe und Hebammenausbildung, 2.100 Studierende. Vor fünf Jahren waren es rund 1.500. Die Auslastung der vom Ministerium genehmigten Studienplätze wurde in den letzten fünf Jahren von 85 Prozent auf 96 Prozent in Kärnten gesteigert.

Um die Ausbildungsmöglichkeiten besser auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes abzustimmen und vorhandene Stärken auszubauen, sollen die bestehenden Angebote in Kärnten laut Kaiser von der Kärntner Hochschulkonferenz (FH, Universität, Pädagogische Hochschule) zukünftig besser aufeinander abgestimmt werden.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/Zeitlinger