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Für Kärntens Pflegeheime gibt es mehr Personal und mehr Qualität

11.07.2014
LHStv.in Schaunig und LHStv.in Prettner präsentierten neues Normkostenmodell
Kärntens Pflegesituation wird stark verbessert. Finanzreferentin LHStv.in Gaby Schaunig und Sozialreferentin LHStv.in Beate Prettner präsentierten heute, Freitag, das sogenanntes Normkostenmodell und damit Zukunftsperspektiven für die Pflegeheime bzw. die Pflege in Kärnten. Weiters nahm auch Wirtschaftsprüfer Heimo Kniechtl an der Pressekonferenz teil.

Mehr Personal und mehr Qualität wird es geben. So sollen 170 Pflegedienstmitarbeiter zusätzlich finanziert werden. Das Land stellt insgesamt 6,5 Mio. Euro zur Verfügung, nachdem der Pflegeschlüssel gesenkt werden soll. Die Kosten teilen sich je zur Hälfte das Land sowie Gemeinden und Städte. Der Pflegeschlüssel wird von 1 zu 2,5 auf 1 zu 2,4 verändert, was der Betreuung (durch mehr Personal) den zu Pflegenden zugute kommt. Zu den Personalkosten von 5,6 Mio. Euro kommen noch die Kosten für Qualifizierungen sowie Prämien bei Erreichen des Qualitätsgütesiegels.

Dieses Kostenmodell, das für ganz Kärnten flächendeckend eingeführt wird, sorge für Transparenz und vor allem für mehr Qualität der Pflege, erklärte Prettner. Auch werde es mehr diplomiertes Personal geben und insgesamt mehr Schulungen, wofür 400.000 Euro vorgesehen sind. Zusätzlich soll eine Prämie in Höhe von 50.000 Euro für jene Heimbetreiber fließen, die das nationale Qualitätssiegel erreichen. „Ein großer Tag für den Sozialbereich in Kärnten“, resümierte die Sozialreferentin. Sie orte seitens der Heimbetreiber auch Zustimmung für das heute präsentierte Normkostenmodell. Prettner sprach auch bisher gesetzte Maßnahmen im Pflegebereich an. So habe man die Pflegeregress abgeschafft und eine Pflegeanwaltschaft geschaffen.

Finanzreferentin Schaunig dankte Prettner für das Pflegepaket und sprach von einem Riesenschritt für Kärnten. Diese Qualitätsverbesserung erfordere 5,6 Mio. Euro für mehr Personal, doch würden damit 170 neue Arbeitsplätzen in ganz Kärnten geschaffen. Es handle sich um hochqualitative Ganzjahresarbeitsplätze. „Diese Qualitätsoffensive bedeutet eine höchst sinnvolle Investition und eine große menschliche Wertschöpfung“, so Schaunig. Sie verwies auch auf die Umwegrentabilität. Zehn Jahre lang sei der Pflegeschlüssel nicht verändert worden.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig/
Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Karl Brunner
Fotohinweis: Büro LHStv.in Schaunig