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Regierungssitzung 3: Nationalpark Hohe Tauern bekommt neues Gesicht

14.07.2014
LR Ragger: Drei-Säulen-Modell als Erfolgsgarant für oberes Mölltal - Bildungszentrum Mallnitz als bildungspolitische Initiative
Seitens der Kärntner Landesregierung gab es heute, Montag, in der Regierungssitzung, auf Vorschlag von Nationalparkreferent LR Christian Ragger, den einstimmigen Beschluss wesentliche Infrastrukturmaßnahmen im Nationalpark Hohe Tauern zwischen 2014 und 2020 zu realisieren. Ragger teilte nach der Regierungssitzung mit, dass es zukünftig ein Drei-Säulen-Modell im Nationalpark geben werde.

„Da der Nationalpark bisher über zwei Verwaltungssitze verfügt, haben wir uns entschieden, die Doppelgleisigkeiten abzubauen und die Nationalparkverwaltung nur mehr an einem Standort in Großkirchheim anzusiedeln. Des Weiteren setzen wir mit einem Bildungszentrum in Mallnitz einen bildungspolitischen Schwerpunkt in dieser Region. Der Kreis schließt sich mit ‚Haus des Steinbocks‘ in Heiligenblut“, gab Ragger bekannt. Gerade in einer Region, wo man mit Arbeitslosenraten von zwanzig Prozent und der Abwanderung der Bevölkerung zu kämpfen habe, sei dies ein wichtiger Schritt für die Zukunft.

Mit der Neuausrichtung des Verwaltungsgebäudes in Großkirchheim wolle man auch Synergien nutzen und so ein jährliches Einsparungspotenzial von rund 150.000 bis 200.000 Euro erzielen. Das Bildungszentrum in Mallnitz wird als neue Ausbildungsstätte der Kärntner Verwaltungsakademie dienen und unter anderem Kurse für alle Belange des Nationalparks und des Naturschutzes anbieten. Im Herbst 2015 sollen die ersten Seminare stattfinden. Das „Haus des Steinbocks“ in Heiligenblut wird sich ganz dem Steinwild widmen. „Gemeinsam mit dem Nationalpark Gran Paradiso in Italien werden wir hier ein EU-Projekt bezüglich der Steinwild-Forschung initiieren“, informierte der Nationalparkreferent.

Im September 1981 wurde in den Gemeindegebieten von Heilgenblut, Großkirchheim, Mörtschach, Winklern auf einer Fläche von 180 km² der Nationalpark in Kärnten eingerichtet. Damit war der Grundstein für den bundesländerübergreifenden Nationalpark Hohe Tauern geschaffen und der erste Nationalpark Österreichs Realität. Aufgrund der erfolgreichen Entwicklung wurde der Nationalpark auf ausdrücklichen Wunsch der betroffenen Gemeinden mehrmals erweitert: 1986 in der Ankogelgruppe (Gemeinden Mallnitz und Malta), 2001 in den Zirknitztälern (Gemeinde Großkirchheim), 2005 im Kaponigtal (Gemeinde Obervellach) und 2011 in den Fleißtälern (Gemeinde Heiligenblut). Heute umfasst der Nationalpark Hohe Tauern in Kärnten sieben Nationalparkgemeinden mit einer Schutzgebietsfläche von insgesamt 440 km².

Rückfragehinweis: Büro LR Ragger
Redaktion: Reiter/Zeitlinger