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Stationäre Kinder-Rehabilitation sichergestellt

15.07.2014
LHStv.in Prettner: Einigung bei Finanzierung zeigt, dass Gesundheitsreform greift
Nach jahrelangem Ringen gibt es nun eine Einigung bei der Finanzierung der Kinder-Rehabilitation. Die Bundesländer zahlen ein Viertel der Kosten, den Rest übernimmt die Sozialversicherung. Diese Einigung ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Gesundheitsreform greift“, zeigte sich heute, Dienstag, Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner erfreut.

"Schwerkranke Kinder brauchen unsere besondere Unterstützung und im Rahmen einer bestmöglichen medizinischen Versorgung auch wohnortnahe, spezialisierte Reha-Einrichtungen“, so Prettner. Kinder als Patienten bzw. deren Eltern würden so künftig einen Ansprechpartner haben. „Die langjährigen Diskussionen um Zuständigkeiten und Kompetenzen zwischen Sozialversicherung und Länder gehören der Vergangenheit an. Für die Kinder und deren Eltern ist es wichtig, dass es getreu dem Motto der Gesundheitsreform - einfach, schnell und sicher - einen unbürokratischen Zugang und eine wohnortnahe Versorgung mit entsprechenden Einrichtungen zur Kinderrehabilitation gibt", sagte die Gesundheitsreferentin.

Ziel der Vereinbarung ist es, dass es künftig einen niederschwelligen Zugang zur Rehabilitation für Kinder und Jugendliche gibt, und zwar unabhängig davon, ob die Rehabilitation im Anschluss an eine Krankenbehandlung, oder wegen einer angeborenen Behinderung bzw. genetischer Defekte oder Entwicklungsstörungen erforderlich ist. Die Antragstellung für eine Rehabilitation erfolgt beim jeweiligen Krankenversicherungsträger, die Bewilligung wird österreichweit nach einheitlichen Kriterien ebenfalls durch den zuständigen Krankenversicherungsträger erfolgen.

Die dafür notwendige Finanzierung in Höhe von insgesamt 33 Millionen Euro pro Jahr im Vollausbau erfolgt gemeinsam zwischen der Sozialversicherung und den Ländern. Die Bundesländer leisten zu diesem Zweck in Summe pro Jahr beginnend ab 1.1.2015 eine Pauschalzahlung an den Hauptverband der Sozialversicherungsträger, der Rest wird von der Sozialversicherung bereitgestellt. Die Pauschalzahlung richtet sich der Höhe nach am tatsächlichen Ausbau, im Vollausbau beträgt diese 8,5 Mio Euro. Diese Pauschalzahlung wird jährlich ab 2015 mit der Beitragseinnahmensteigerung der Krankenversicherungsträger valorisiert.

„Kärnten wird jedenfalls ein Projekt einreichen um die Versorgung im Süden Österreichs sicherzustellen“, betonte Prettner.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Kohlweis/Sternig