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POLITIK

Aufnahmestopp in Traiskirchen: LH-Konferenzvorsitzender Kaiser zu Thema Asyl

29.07.2014
Länder sollten vereinbarte Quoten erfüllen – Für Verfahrensbeschleunigung bei Bearbeitung von Asylanträgen
Anlässlich des Aufnahmestopps in der Asyl-Erstaufnahmestelle Traiskirchen hat heute, Dienstag, Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser als Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz bereits mit Bundesverantwortlichen u.a. mit Innenministerin Johanna Mikl-Leitner Gespräche geführt. Kaiser appelliert für ein verstärktes sachliches Bemühen im Asylbereich – auch auf gesamteuropäischer Ebene. Es gehe hier immerhin um die Schicksale von Menschen und eine humanitäre Verpflichtung.

Kaiser meint, dass die Bundesländer die vereinbarten Quoten – zumindest zu realistischen 88 Prozent – so rasch wie möglich erfüllen sollten. Er spricht sich aber auch für eine Verfahrensbeschleunigung bei der Bearbeitung von Asylanträgen aus. Dies wäre nicht nur aus humanitären Gründen wichtig, sondern könnte vor allem auch zu einer schnelleren Entlastung der momentan schwierigen Situation führen.

Der Landeshauptmann verweist zudem darauf, dass die Zahl der Krisenherde und damit die Flüchtlingswellen anwachsen. Einmal mehr fordert er daher eine intensive europaweite Befassung mit der Thematik. Er erinnert daran, dass Österreich gemessen an der Einwohnerzahl bei der Aufnahme von Asylwerbern nach Schweden und Malta an dritter Stelle liegt.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Markus Böhm