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Kärnten macht beim Forschungsprojekt „Zukunft Biene“ mit

07.08.2014
LR Benger: Landesbeitrag beträgt 58.000 Euro – Ziel: Bienensterblichkeit senken, Bienen unverzichtbar für Landwirtschaft und Kulturlandschaft
Auf 2.874 Imkereien in Kärnten kommen 33.506 Bienenvölker. Immer wieder sind die Imker mit Verlusten vor allem über den Winter konfrontiert. Durch die Einschleppung der Varroa-Milbe sind die Ausfallsraten auch noch gestiegen. Immer wieder werden Pflanzenschutzmittel als weiterer Grund für das Bienensterben genannt. „Neonicotinoide sind daher seit dem Vorjahr verboten. In Kärnten darf auch gegen Feuerbrand nicht gespritzt werden“, berichtet Agrarlandesrat Christian Benger.

Weil die Ursachen für das Bienensterben vielschichtig sind und die Diskussion um Schuldzuweisungen auf eine sachliche Ebene geführt werden sollte, wurde in Österreich das Forschungsprojekt „Zukunft Biene“ ins Leben gerufen. Damit soll die Wintersterblichkeit sowie die Ursachen der Völkerverluste, weitere Bienenkrankheiten sowie der etwaige Einfluss von Pestiziden untersucht werden.

Bisher sei laut Benger sehr emotional diskutiert worden. Jetzt sei eine Versachlichung an Hand von Fakten nötig. Diese Fakten soll das Forschungsprojekt, das von 2014 bis 2017 läuft, an den Tag bringen.

„Außerdem ist die Aufrechterhaltung des Bienenbestandes unbedingt notwendig für unsere Landwirtschaft, für den Erhalt der Natur und der heimischen Kulturlandschaft“, erklärt Benger. Es sei Ziel, die Zahl der Bienenvölker nicht nur zu erhalten, sondern auch auszuweiten. Jeder Kärntner Imker hält im Schnitt 12 Bienenvölker, in Österreich sind es 15 Völker pro Imker. Gerade für Kärnten habe das Projekt enorme Bedeutung für den Erhalt der Carnica Biene.
 
Das Forschungsprojekt läuft bis 2017, insgesamt stehen 2,4 Mio. Euro zur Verfügung. Alle Bundesländer beteiligen sich an den Kosten. Für Kärnten hat Benger diese Woche 58.000 Euro freigegeben.

Durchgeführt wird die Untersuchung von der Karl-Franzens-Universität in Graz in Zusammenarbeit mit dem Wegener-Zentrum der Uni Graz und der Agentur für Ernährung und Gesundheit.

Der Wirkungskreis und die Leistung eines einzelnen Bienenvolkes liegen bei: ca. 3 km Flugradius, rund 28 km“ Bestäubungsfläche, 40 Mio Blütenbesuche pro Tag, 80.000 Flugkilometer.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Brunner