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Petzen wird erster Mountainbike-Berg

11.08.2014
Eröffnung am 16. August – LHStv. Schaunig, LAbg. Strauß, Alfred Pajancic und Helmut Micheler: Große Marktchancen durch familienfreundliches Projekt – Nutzen für Petzen und Südkärnten
Die Petzen ist Kärntens erster Mountainbike-Berg. Nach knapp zwei Jahren Bauzeit ist es so weit: der längste Flow Country Trail der Alpen mit spektakulären zehn Kilometern Länge und 1.000 Höhenmetern wird am 16. August 2014 eröffnet. Der Flow Country Trail ist nun der längste seiner Art in Europa und erst der dritte – nach Livigno in Italien und dem Gaiskopf in Deutschland – der dieses Prädikat auch tragen darf.

Jetzt schon erlebe der familientaugliche Mountainbike-Berg Petzen enormes Interesse, sagten heute, Montag, Finanzreferentin LHStv. Gaby Schaunig, LAbg. Bgm. Jakob Strauß Petzen-Bergbahnen-Geschäftsführer Alfred Pajancic, und Helmuth Micheler, Geschäftsführer der Tourismusregion Klopeiner See-Südkärnten. Sie informierten bei einer Pressekonferenz über die Details und Erwartungen dieses einmaligen Projektes, das neue Zielgruppen erschließen und den Tourismus in Südkärnten insgesamt stärken soll.

„Eine große Chance für Südkärnten und die Petzen ist diese herausstechende Strecke“, sagte Schaunig. Mit diesem Projekt mit Alleinstellungsmerkmal könne Südkärnten nach vorne gebracht werden. Sie wies auch darauf hin, dass weitere Anlagen im Bereich der Petzen-Talstation geplant sind, wie ein Trail Park für die Familie sowie eine Bikewaschanlage, u.a. Mit dieser Investition sollte es möglich sein, den Sommerbetrieb der Bergbahnen abzusichern. Sie wünschte den Bergbahnen als Betreiber sowie allen Partnern wie den Gemeinden und der Tourismusregion viel Erfolg. Es handelt sich um ein gemeinsames Förderprojekt von EU, Land, Tourismusregion und Gemeinden, das Volumen wird mit insgesamt 635.000 Euro angegeben.

LAbg. Strauß dankte der Finanzreferentin für die Co-Finanzierung. Sie habe das Projekt, mit dessen Entwicklung bereits 2009/10 begonnen wurde, schließlich doch ermöglicht. Nun würde man Tausende Besucher erwarten, so Strauß. Ziel sei es, mit diesem attraktiven Freizeit- und Bewegungsangebot die Region auch durch grenzüberschreitende Kooperation zu stärken.

Geschäftsführer Pajancic sagte, dass man hier auf den richtigen Aktiv-Urlaubstrend setze. Man wolle die Familien ansprechen, die mit speziellem Schotter versehene Strecke sei nie steil und auch nie gefährlich, sondern sollte Spaß vermitteln. Er erwarte sich für die nächste Saison zwischen 5.000 und 8.000 Kunden. Pajancic dankte auch den 27 Grundbesitzern, mit denen erfolgreich verhandelt werden konnte.

Südkärnten habe den 1. Mountainbike-Park, freut sich Geschäftsführer Micheler und wies darauf hin, dass man mit den slowenischen Nachbargemeinden kooperiere, um die große Zielgruppe der Mountainbiker anzusprechen. Das flüssige Mountainbiken sei wie Skifahren im Sommer, sagte Micheler. Fürs Mountainbiken würde man in Südkärnten bereits intensiv Marketing betreiben. Es gebe auch viel mehr Bikes als Skier, waren sich Pajancic und Micheler einig über die großen Marktchancen.

Die Bergbahn war auch maßgeblich bei den Bauarbeiten involviert, die von „MTB-Guru Diddie“ Schneider geleitet wurden. Mehr als ein halbes Jahr hat man nach dem Bikepark-Profi aus dem Bayrischen Wald geangelt, der ansonsten Bauprojekte zwischen den USA, Gardasee und Malaysia umsetzt. Die Herausforderung in schwierigem Gelände eine Strecke zu bauen, die niemals schwer und niemals extrem steil ist und trotzdem für eine möglichst breite Zielgruppe ein Maximum an Fahrspaß bietet, hat dann neben den landschaftlichen Vorzügen den Ausschlag gegeben. „MTB-Ikone“ Hans Rey habe die Strecke schon getestet und attestiere ihr „großes Potenzial“, so Pajancic.

Die Fakten: Streckenlänge knapp 10 Kilometer, Höhenmeter 1.000, Strecken: Flow Country Trail plus; drei Cross Country Strecken mit je ca. 4 km Länge und 200 Höhenmeter, Investitionsvolumen 635.000 Euro, aufgebracht durch Mittel der EU, der Region, der Marktgemeinde Feistritz ob Bleiburg und des Landes Kärnten.

Info: www.klopeinersee.at; www.petzen.net


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Karl Brunner
Fotohinweis: Büro LHStv.in Schaunig