News

POLITIK

E-Zigaretten und E-Shishas: Kärnten will Konsum gesetzlich einschränken

10.09.2014
Gesundheitsreferentin LHStv.in Prettner: Gesetzesnovelle soll Konsum unter 16 Jahren verbieten – Forderung nach generellem Rauchverbot in Gastronomie erneuert
Dem immer stärker werdenden Trend, dass Kinder und Jugendliche E-Zigaretten und E-Shishas konsumieren, will Kärntens Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner Einhalt gebieten. Nach einstimmigem Vorschlag von Experten des Kärntner Suchtbeirates wird in ihrem Auftrag die Jugendabteilung des Landes eine Novelle des Kärntner Jugendschutzgesetzes erarbeiten, die ein gesetzliches Verbot für den Verkauf an und den Konsum durch Jugendliche unter 16 Jahren zum Inhalt hat. Behandelt wird die Novelle dann im Kärntner Landtag.

„Fakt ist aber, dass durch E-Shishas und E-Zigaretten schon bei Kindern und Jugendlichen die Hemmschwelle zum tatsächlichen Tabakkonsum deutlich sinkt. Als Gesundheitsreferentin und Mutter steht der Schutz der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen für mich an erster Stelle“, betont Prettner.

Die Gesundheitsreferentin appelliert auch an die Eltern, die harmlos erscheinenden Produkte und ihre Folgen ernst zu nehmen: „Mit Geschmacksaromen wie Schokolade, Vanille, Erdbeer, Himbeer oder Kiwi werden Kinder und Jugendliche zum Konsum verleitet. Hier ist besondere Aufmerksamkeit notwendig, denn diese Produkte sind der Einstieg in den späteren Tabakkonsum. Erwachsene sollen sich ihrer Vorbildwirkung besinnen und mit gutem Beispiel vorangehen.“ Österreich liege im internationalen Vergleich im Spitzenfeld, was das Einstiegsalter in den Tabakkonsum betrifft.

Ein erschwerter Zugang zu E-Shishas und E-Zigaretten wäre ein erster Schritt, die Gesundheit unserer Kinder und Jugendlichen zu schützen. Studien beweisen eine nicht unerhebliche Gefahr, die in diesen Produkten lauert. Das in den sogenannten „Liquids“ enthaltene Propandiol kann Reizungen der Augen und des Rachens auslösen und allergische Reaktionen hervorrufen. Zudem gibt es Berichte über den Nachweis des krebserregenden Formaldehyds in E-Shishas. E-Zigaretten mit nikotinhaltiger Flüssigkeit rufen dieselben Nebenwirkungen wie herkömmliche Zigaretten hervor – der Konsum hat die Verengung von Blutgefäßen und Durchblutungsstörungen zur Folge.

Prettner bleibt auch bei ihrer Forderung nach einem generellen Rauchverbot in der Gastronomie. „Österreich hat sich bis dato mit seinem Tabak-Pfusch-Gesetz kein Ruhmesblatt verdient. Ein generelles Rauchverbot in Gastronomiebetrieben, wie es schon in vielen europäischen Ländern praktiziert wird, würde sich erheblich positiv auf das Gesundheitswesen in Österreich auswirken“, betont die Gesundheitsreferentin.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Böhm